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Wieczorek-Zeul: Neue Geldquellen für
globale Umweltpolitik erschließen
Die Bundesregierung will sich
für die Erschließung neuer Geldquellen zu Gunsten globaler
Umweltpolitik einsetzen.
Berlin (dpa) - Auf dem bevorstehenden
Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg solle
dafür eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet werden, sagte
Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Ein entsprechendes
Gutachten hatte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung
Globale Umweltveränderungen (WBGU) vorgelegt. Der WBGU feierte
am Mittwoch in Berlin sein zehnjähriges Bestehen.
Der Wissenschaftliche Beirat,
der zum Erdgipfel von Rio de Janeiro eingerichtet wurde, hat mit
seinem jüngsten Gutachten eine Debatte über neue Geldquellen
angestoßen. Er schlägt unter anderem eine Maut für
den internationalen Luftraum und die Meere vor. Das Geld soll
vor allem in den Klima- und Küstenschutz in Entwicklungsländern
fließen.
«Wir müssen für
globale Aufgaben alle gemeinsam mehr Mittel aufbringen»,
sagte Wieczorek-Zeul. Das Gutachten habe dazu einen wichtigen
Impuls gegeben.
Die Ministerin bekräftigte
das Vorhaben der Bundesregierung, in Entwicklungsländern
erneuerbare Energieträger und den effizienten Energieeinsatz
zu fördern. «Die Frage, mit welcher Energie dort Wachstum
erreicht wird, ist für alle lebensentscheidend», betonte
Wieczorek-Zeul.
Die Entwicklungsländer sollten
sich nicht von den Erdöl exportierenden Ländern abhängig
machen. Die starken Schwankungen der Ölpreise seien eine
erhebliche Belastung.
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