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G-8-Staaten: Milliardenprogramm gegen
Verbreitung von Atomwaffen
Mit einem milliardenschweren
Programm wollen die G-8-Staaten verhindern, das Massenvernichtungswaffen
in die Hände von Terroristen fallen.
Calgary/Kananaskis (dpa) - Die
sieben führenden Industriestaaten und Russland (G 8) begründeten
am Donnerstag zum Abschluss ihres Treffens im kanadischen Wintersportort
Kananaskis die «G-8-Partnerschaft gegen die Verbreitung
von Waffen und Material zur Massenvernichtung».
20 Milliarden Dollar binnen der
nächsten zehn Jahre erhält zunächst Russland, hieß
es in der Abschlusserklärung des Gipfels. Damit sollen ausgemusterte
Atomwaffen sowie chemische und biologische Kampfstoffe aus Sowjetzeiten
entsorgt werden. Es geht auch darum, etwa 200 Atomreaktoren aus
U-Booten sicher für die Umwelt zu entsorgen.
«Die Angriffe des 11. September
haben gezeigt, dass Terroristen zu jedem Mittel bereit sind, um
Terror und unter unschuldigen Menschen erschreckende Verluste
zu verbreiten», hieß es weiter. «Wir verpflichten
uns, zu verhindern, dass Terroristen ... an nukleare, chemische,
radiologische oder biologische Waffen gelangen.»
Die Partnerschaft ist für
alle interessierten Staaten offen. Deutschland will sich mit 1,5
Milliarden Euro an dem Projekt in Russland beteiligen. Die USA
wollen 10 Milliarden Dollar investieren.
Bundeskanzler Gerhard Schröder
hofft, dass die deutsche Industrie von der Entsorgung der Kampfstoffe
profitieren wird. «Ich denke, dass die deutsche Industrie
ins Geschäft kommen wird», sagte Schröder. Er
führte die guten Erfahrungen mit deutschen Unternehmen bei
der Verschrottung von Altmaterial der DDR-Volksarmee an.
US-Präsident George W. Bush
hatte im Mai in Berlin und Moskau mit Schröder und Russlands
Präsident Wladimir Putin den Plan angestoßen. Die Initiative
steht auch im Zusammenhang mit der jüngsten atomaren Abrüstungsrunde
der USA und Russlands.
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