vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   P o l i t i k   &   G e s e l l s c h a f t

News - Seite 1Politik
Natur und Tiere
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 27.06.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

G-8-Gipfel: Aktionsplan für Afrika verabschiedet

Die führenden Industrienationen und Russland (G 8) setzen bei ihrer neuen Partnerschaft mit Afrika auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Calgary/Kananaskis (dpa) - Zwar werden die Staaten des Not leidenden Kontinents weiter von milliardenschwerer Entwicklungshilfe und einem großzügigen Entschuldungsprogramm profitieren, doch zusätzliche große Finanzpakete wurden am Donnerstag zum Abschluss des G-8-Gipfels im kanadischen Kananaskis nicht verabschiedet.

Die Staats- und Regierungschefs brachten mit Vertretern der afrikanischen Staatengruppe «Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (Nepad)» einen Aktionsplan auf den Weg. Dieser Plan sieht vor, dass die G 8 in die afrikanischen Staaten, die den Weg zur Demokratie eingeschlagen haben, massive Investitionen fließen lassen.

UN-Generalsekretär Kofi Annan würdigte den Aktionsplan mit den Worten: «Wenn die Afrikaner realistisch sind und die G 8 ebenso konsequent ist, dann könnte dieser Aktionsplan als Wendepunkt in Afrika und der Weltgeschichte betrachtet werden.»

Kanadas Premier Jean Chrétien sagte nach Verabschiedung des Paktes zu Gunsten des von Armut, Krankheiten, Bildungsmangel und bewaffneten Konflikten geplagten Kontinents: «Wir haben eine neue Einigung, die einen Neuanfang und neue Hoffnung für die afrikanischen Staaten bedeutet.» Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte: «Dieser Kontinent ist für uns viel zu wichtig, als dass wir ihn weiterhin im Vergessenen lassen können.»

Die Nepad-Bewegung vertraten in Kananaskis die Präsidenten Algeriens, Südafrikas, Nigerias und Senegals, Abdelasis Bouteflika, Thabo Mbeki, Olusegun Obasanjo und Abdoulaye Wade.

Annan mahnte bei den Staats- und Regierungschefs der G 8 mehr Investitionen für Afrika an. Die Staaten des Kontinents müssten neben der Entwicklungshilfe auch von einem weiteren Schuldenerlass profitieren, sagte Annan. Nur unter diesen Bedingungen «werden diese Regierungen in der Lage sein, Handel zu treiben und sich aus der Armut herauszuarbeiten statt von Almosen zu leben», sagte Annan.

Als konkrete Maßnahmen sicherten die G 8 zu, dass ein bedeutender Anteil der schon im März beschlossenen Aufstockung der Entwicklungshilfe bis 2006 um zwölf Milliarden Dollar nach Afrika fließen soll. Zudem einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, den Schuldenerlass für arme hochverschuldete Länder um bis zu 1,2 Milliarden Dollar aufzustocken.

Von diesem Betrag sei ungefähr ein Drittel für diejenigen vorgesehen, «die es schon geschafft haben, zu den gut regierten Ländern zu gehören», sagte Schröder. Weitere Teile des Plans sehen die Fortführung der in Genua verabschiedeten Maßnahmen gegen HIV/Aids, Tuberkulose und andere ansteckende Krankheiten vor.

 Mehr Informationen:

G8-Wirtschaftsgipfel 2002

NEPAD

Bundesregierung

vista verde: Globalisierung


 Lesen Sie auch:

G-8-Gipfel: Nahost-Vision von Bush verdrängt Afrika als Thema

Enquete-Kommission zu Globalisierung übergab Abschlussbericht

Erdgipfel: In Johannesburg mangelt es nicht an Reizthemen

Globalisierung: Rau prangert Ungleichheit an

Globalisierung: Wieczorek-Zeul kritisiert USA für «Doppelmoral»

Afrika: Schröder ruft zu Investitionen und EU-Marktöffnung auf

Weltbank: Reiche Länder ersticken Exportversuche der armen Länder

Nachhaltigkeit: Regierung beschließt nationale Strategie

Britische Studie: Westliche Staaten betrügen Entwicklungsländer

Umweltverbände: Ziele von Rio nicht erreicht - Kampagne gestartet

Rau mahnt Industrieländer: Afrika nicht vernachlässigen

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft | Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung