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- 21.06.2002 -

Russische Umweltschützer warnen vor iranischer Atombombe

Vor der Gefahr der Entwicklung einer Atombombe durch Iran haben russische Umweltschützer gewarnt.

Moskau (dpa) - «Moskau setzt den Bau eines Atomkraftwerks im iranischen Buschir fort, ohne dass die Rückführung verbrauchter Brennelemente nach Russland vereinbart wurde», sagte der Wissenschaftler Wladimir Tschuprow am Freitag in Moskau.

Das spaltbare Material könne Iran für die Aufarbeitung von kernwaffenfähigem Plutonium nutzen. Genau das habe seinerzeit Indien getan, sagte der Vertreter der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Russland nach Angaben der Agentur Interfax.

Der Ökologe zweifelte an der Glaubwürdigkeit eines Berichts des russischen Atomministeriums, in der eine Analyse der Arbeiten zur Einfuhr, Lagerung und Aufarbeitung verbrauchter Brennelemente ausländischer Kernreaktoren enthalten ist.

Die Politik des Atomministeriums laufe den Interessen Russlands zuwider. Die Einfuhr spaltbaren Materials aus dem Ausland zur Aufarbeitung nach Russland müsse verboten werden, forderte Tschuprow.

In einem Schreiben an Präsident Wladimir Putin machte Greenpeace den Staatschef ein weiteres Mal auf diese Probleme aufmerksam. «Die Pläne des Atomministeriums, ausländische nukleare Abfälle in Russland zu verarbeiten, gefährden die politische, ökonomische und ökologische Stabilität im Lande», heißt es in dem Papier.

 Mehr Informationen:

Greenpeace Russland

vista verde: Atomenergie


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