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Russische Umweltschützer warnen
vor iranischer Atombombe
Vor der Gefahr der Entwicklung
einer Atombombe durch Iran haben russische Umweltschützer
gewarnt.
Moskau (dpa) - «Moskau setzt
den Bau eines Atomkraftwerks im iranischen Buschir fort, ohne
dass die Rückführung verbrauchter Brennelemente nach
Russland vereinbart wurde», sagte der Wissenschaftler Wladimir
Tschuprow am Freitag in Moskau.
Das spaltbare Material könne
Iran für die Aufarbeitung von kernwaffenfähigem Plutonium
nutzen. Genau das habe seinerzeit Indien getan, sagte der Vertreter
der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Russland nach Angaben
der Agentur Interfax.
Der Ökologe zweifelte an
der Glaubwürdigkeit eines Berichts des russischen Atomministeriums,
in der eine Analyse der Arbeiten zur Einfuhr, Lagerung und Aufarbeitung
verbrauchter Brennelemente ausländischer Kernreaktoren enthalten
ist.
Die Politik des Atomministeriums
laufe den Interessen Russlands zuwider. Die Einfuhr spaltbaren
Materials aus dem Ausland zur Aufarbeitung nach Russland müsse
verboten werden, forderte Tschuprow.
In einem Schreiben an Präsident
Wladimir Putin machte Greenpeace den Staatschef ein weiteres Mal
auf diese Probleme aufmerksam. «Die Pläne des Atomministeriums,
ausländische nukleare Abfälle in Russland zu verarbeiten,
gefährden die politische, ökonomische und ökologische
Stabilität im Lande», heißt es in dem Papier.
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