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- 12.06.2002 -

 

 

 

 

 

FAO-Gipfel: Künast ruft Hungerländer zu Demokratie auf

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat die Hungerländer in der Dritten Welt zu Demokratie und Achtung der Menschenrechte aufgerufen.

Rom (dpa) - Dies seien «unentbehrliche Voraussetzungen» im Kampf gegen Unterernährung, sagte sie auf dem UN- Welternährungsgipfel am Mittwoch in Rom. Andere wichtige Rahmenbedingungen seien «gute und transparente Regierungsführung» sowie Zugang der Bauern zu Krediten und Märkten.

Beobachter werteten dies als Kritik an korrupten und undemokratischen Regierungen vor allem in Afrika. Mit Blick auf Versäumnisse dieser Länder sagte sie: «Es ist die ureigenste Aufgabe eines Staates, seine Politik so zu gestalten, dass jeder Bürgerin und jedem Bürger Zugang zu gesunder Nahrung verschafft wird.»

In den armen Ländern des Südens hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen. Entwicklungsexperten beanstanden seit Jahren, Hauptursache der Misere sei es, dass sich die Regierungen in den Hauptstädten nicht um die Armen auf dem Lande kümmern. Die viertägige UN-Konferenz endet am Donnerstag.

Auch der Deutsche Bauernverband plädierte für die Rechte der Landwirte in den Entwicklungsländern. «Die Bauern (in der Dritten Welt) brauchen das Recht auf Eigentum an ihren Feldern, sie brauchen mehr Kapital und besseren Zugang zu Krediten und Ressourcen», sagte Bauernverband-Präsident Gerd Sonnleitner am Rande der Konferenz.

Den Vorwurf, die reichen Länder schützten ihre Agrarprodukte durch Subventionen vor Importen aus dem Süden, relativierte Sonnleitner. Europa schütze seine Märkte viel weniger als die USA, Kanada oder Australien, sagte er.

 Mehr Informationen:

FAO: World Food Summit

World Food Programme

Deutsche Welthungerhilfe

Verbraucherministerium

Bauernverband

vista verde: Entwicklung


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