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FAO-Gipfel: Künast ruft Hungerländer
zu Demokratie auf
Bundesverbraucherministerin
Renate Künast hat die Hungerländer in der Dritten Welt
zu Demokratie und Achtung der Menschenrechte aufgerufen.
Rom (dpa) - Dies seien «unentbehrliche
Voraussetzungen» im Kampf gegen Unterernährung, sagte
sie auf dem UN- Welternährungsgipfel am Mittwoch in Rom.
Andere wichtige Rahmenbedingungen seien «gute und transparente
Regierungsführung» sowie Zugang der Bauern zu Krediten
und Märkten.
Beobachter werteten dies als
Kritik an korrupten und undemokratischen Regierungen vor allem
in Afrika. Mit Blick auf Versäumnisse dieser Länder
sagte sie: «Es ist die ureigenste Aufgabe eines Staates,
seine Politik so zu gestalten, dass jeder Bürgerin und jedem
Bürger Zugang zu gesunder Nahrung verschafft wird.»
In den armen Ländern des
Südens hungern noch immer rund 800 Millionen Menschen. Entwicklungsexperten
beanstanden seit Jahren, Hauptursache der Misere sei es, dass
sich die Regierungen in den Hauptstädten nicht um die Armen
auf dem Lande kümmern. Die viertägige UN-Konferenz endet
am Donnerstag.
Auch der Deutsche Bauernverband
plädierte für die Rechte der Landwirte in den Entwicklungsländern.
«Die Bauern (in der Dritten Welt) brauchen das Recht auf
Eigentum an ihren Feldern, sie brauchen mehr Kapital und besseren
Zugang zu Krediten und Ressourcen», sagte Bauernverband-Präsident
Gerd Sonnleitner am Rande der Konferenz.
Den Vorwurf, die reichen Länder
schützten ihre Agrarprodukte durch Subventionen vor Importen
aus dem Süden, relativierte Sonnleitner. Europa schütze
seine Märkte viel weniger als die USA, Kanada oder Australien,
sagte er.
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