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Protest gegen Gen-Patente: Greenpeace
will Currywurst patentieren
Mit der Anmeldung eines «Patents
auf Currywürste» hat Greenpeace am Montag gegen eine
Patent-Richtlinie der Europäischen Union protestiert.
Berlin (dpa) - Die neue Richtlinie
unterscheide nicht mehr zwischen Entdeckung und Erfindung, erklärte
Greenpeace. Unter dem Titel «Richtig leckere Currywurst»
beantragten die Umweltschützer beim Europäischen Patentamt
in Berlin ein Patent auf das traditionelle Imbiss-Gericht.
Die Umweltschützer haben
ein technisches Verfahren zur Herstellung von Currywürsten
beschrieben. Der Patentantrag sei unter besonderer Berücksichtigung
der Praxis des Europäischen Patentamtes bei Gen- Patenten
formuliert worden, hieß es.
Im Falle einer Erteilung könnte
Greenpeace jede wirtschaftliche Verwertung der Würste kontrollieren
und blockieren - jede Imbissbude müsste sich danach richten.
Hersteller und Verkäufer von Currywürsten wären
von der Organisation abhängig.
Greenpeace hat in seinem Antrag
auch darauf hingewiesen, dass ähnliche Patente auf Entdeckung
bereits erteilt worden sind. So hat das Europäische Patentamt
im Jahre 2000 ein Patent auf eine Maisart vergeben, die schon
seit Jahrhunderten in Lateinamerika angebaut wird. Im Jahre 2001
wurde ein schon langes bekanntes Gen für Brustkrebs patentiert.
Die Patentanmeldung war der Auftakt
einer Protestwoche gegen Gen-Patente in Berlin. In dieser Woche
soll der Bundestag über die neuen Regelungen abstimmen und
sie in deutsches Recht umsetzen.
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