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- 04.06.2002 -

 

 

 

 

 

Welternährungsorganisation:
«Anti-Hungerprogramm» gefordert

Die internationale Ernährungs- und Landwirtschafts- Organisation FAO hat ein «Anti-Hungerprogramm» in Höhe von 24 Milliarden Dollar (25,42 Milliarden Euro) gefordert.

Rom (dpa) - Mit dem Geld solle die Unterernährung in der Dritten Welt endlich wirksam bekämpft werden. Das Geld sollen je zur Hälfte reiche Geberstaaten und Entwicklungsländer aufbringen.

Nur mit zusätzlichen Mitteln sei das selbstgesteckte Ziel der FAO zu erreichen, bis zum Jahr 2015 die Zahl von derzeit 800 Millionen Hungernden zu halbieren. Bei dem bevorstehenden Welternährungsgipfel (10.-13. Juni) in Rom werde über das Programm entschieden, teilte die UN-Organisation am Dienstag mit.

Zugleich forderte die FAO mehr politisches Engagement: «Es ist genug über die Strategien zur Bekämpfung des Hungers bekannt. Es kommt jetzt vielmehr darauf an, das Hungerproblem auch politisch entschiedener zu bekämpfen.» Dies sei eines der Hauptthemen bei der Konferenz, zu der rund 5000 Teilnehmer aus mehr als 180 Ländern erwartet werden.

Zudem verlangte die FAO mehr private Investitionen in die Landwirtschaft der Dritten Welt. Das «Anti-Hungerprogramm» solle den armen Bauern in den Entwicklungsländern Startkapital etwa für Saatgut, Düngemittel und Bewässerung zur Verfügung stellen. Außerdem solle mit den Geldern die ländliche Infrastruktur verbessert werden.

Italienische Medien berichteten, die Polizei in Rom rechne mit etwa 100.000 Demonstranten beim FAO-Gipfel. Viele würden aus Deutschland und Frankreich anreisen.

Bei Zusammenstößen zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei beim Weltwirtschaftsgipfel in Genua wurde vor einem Jahr ein Demonstrant getötet und mehr als 200 verletzt.

 Mehr Informationen:

FAO: World Food Summit

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft: Policies against Hunger

vista verde: Entwicklung


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