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Welternährungsorganisation:
«Anti-Hungerprogramm» gefordert
Die internationale Ernährungs-
und Landwirtschafts- Organisation FAO hat ein «Anti-Hungerprogramm»
in Höhe von 24 Milliarden Dollar (25,42 Milliarden Euro)
gefordert.
Rom (dpa) - Mit dem Geld solle
die Unterernährung in der Dritten Welt endlich wirksam bekämpft
werden. Das Geld sollen je zur Hälfte reiche Geberstaaten
und Entwicklungsländer aufbringen.
Nur mit zusätzlichen Mitteln
sei das selbstgesteckte Ziel der FAO zu erreichen, bis zum Jahr
2015 die Zahl von derzeit 800 Millionen Hungernden zu halbieren.
Bei dem bevorstehenden Welternährungsgipfel (10.-13. Juni)
in Rom werde über das Programm entschieden, teilte die UN-Organisation
am Dienstag mit.
Zugleich forderte die FAO mehr
politisches Engagement: «Es ist genug über die Strategien
zur Bekämpfung des Hungers bekannt. Es kommt jetzt vielmehr
darauf an, das Hungerproblem auch politisch entschiedener zu bekämpfen.»
Dies sei eines der Hauptthemen bei der Konferenz, zu der rund
5000 Teilnehmer aus mehr als 180 Ländern erwartet werden.
Zudem verlangte die FAO mehr
private Investitionen in die Landwirtschaft der Dritten Welt.
Das «Anti-Hungerprogramm» solle den armen Bauern in
den Entwicklungsländern Startkapital etwa für Saatgut,
Düngemittel und Bewässerung zur Verfügung stellen.
Außerdem solle mit den Geldern die ländliche Infrastruktur
verbessert werden.
Italienische Medien berichteten,
die Polizei in Rom rechne mit etwa 100.000 Demonstranten beim
FAO-Gipfel. Viele würden aus Deutschland und Frankreich anreisen.
Bei Zusammenstößen
zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei beim Weltwirtschaftsgipfel
in Genua wurde vor einem Jahr ein Demonstrant getötet und
mehr als 200 verletzt.
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