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Klimaerwärmung: Washington räumt
menschliche Verantwortung ein
In einer bemerkenswerten Kehrtwende
hat die US- Regierung erstmals eingeräumt, dass die Klimaerwärmung
wahrscheinlich von Menschen verursacht wird.
New York (dpa) - Dieser Schluss
sei in einem Bericht enthalten, den die USA den Vereinten Nationen
vorlegten, berichtete die «New York Times» am Montag.
US-Präsident George W. Bush
hatte ähnliche Schlussfolgerungen namhafter Wissenschaftler
im vergangenen Jahr in Frage gestellt, als er den Rückzug
der USA aus dem Klimaprotokoll von Kyoto bekannt gab. Es seien
viel mehr Studien nötig, um die wahren Gründe der Klimaerwärmung
herauszufinden.
In dem Bericht «US Climate
Action Report 2002» empfehlen die USA, sich an die unvermeidbaren
Folgen der Klimaerwärmung zu gewöhnen. Washington macht
keine Vorschläge, die Treibhausgase zu reduzieren, wie es
Umweltschützer und die Unterzeichner des Kyoto-Protokolls
planen.
Die Folgen der jahrzehntelangen
Produktion von Treibhausgasen könnten durch eine Reduktion
zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin nicht mehr abgewendet werden. Die
US-Regierung hatte US- Unternehmen im Februar lediglich gebeten,
die Treibhausgase freiwillig zu reduzieren.
Umweltgruppen kritisierten den
Bericht der Umweltschutzbehörde scharf. «Wie kann die
Regierung einräumen, dass die Klimaerwärmung ein sich
entwickelndes Desaster ist und sich gleichzeitig weigern zu helfen,
das Problem anzugehen?» sagte der Präsident der Umweltgruppe
National Wildlife Protektion, Mark Van Putten, der «New
York Times».
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