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- 03.06.2002 -

 

 

 

 

 

 

Arbeitskreis Atom-Endlager: Umweltverbände steigen aus

Mehrere Umweltverbände haben die Zusammenarbeit mit dem von der Bundesregierung eingesetzten Arbeitskreis zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll aufgekündigt.

Berlin (dpa) - Damit reagierten der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Robin Wood am Montag auf die Genehmigung des Endlagers Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter für schwach- und mittelradioaktiven Müll.

Der Arbeitskreis «Auswahlverfahren Endlagerstandorte» soll Kriterien für den Bau eines geplanten Atommüllendlagers entwickeln. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und Ausschussmitglieder bedauerten den Rückzug der Umweltschützer.

«Die Verbände vergeben damit die Chance, an der Standortauswahl für das von der Bundesregierung geplante Endlager für radioaktiven Müll mitzuwirken», sagte Trittin. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Entscheidung einer Landesregierung zur Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem von der Bundesregierung eingesetzten Gremium führe.

«Die Vorschläge der Umweltverbände sind sehr wichtig», unterstrich Heinz-Jörg Haury, Mitglied des Arbeitskreises. «Wir hoffen, dass es kein endgültiger Beschluss ist.»

Die Atomexpertin im Vorstand des BUND, Renate Backhaus, erklärte, die Genehmigung des Endlagers Schacht Konrad mache den Arbeitskreis überflüssig. Robin-Wood-Energiereferentin Bettina Dannheim warf Trittin ein «doppeltes Spiel» vor. Trotz seiner Feststellung, der Schacht Konrad sei nicht nötig, habe er den Energieversorgern eine zügige Genehmigung zugesagt.

Ende April hatte die niedersächsische Landesregierung nach einem 20 Jahre dauernden Verfahren den Bau des Atomendlagers Schacht Konrad genehmigt. In dem ehemaligen Eisenerzbergwerk können demnach 303.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Abfall gelagert werden.

 Mehr Informationen:

Arbeitskreis Endlager

BUND

NABU

Robin Wood

vista verde: Atomenergie

 

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