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Arbeitskreis Atom-Endlager: Umweltverbände
steigen aus
Mehrere Umweltverbände
haben die Zusammenarbeit mit dem von der Bundesregierung eingesetzten
Arbeitskreis zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven
Atommüll aufgekündigt.
Berlin (dpa) - Damit reagierten
der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund
Deutschland (NABU) und Robin Wood am Montag auf die Genehmigung
des Endlagers Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter
für schwach- und mittelradioaktiven Müll.
Der Arbeitskreis «Auswahlverfahren
Endlagerstandorte» soll Kriterien für den Bau eines
geplanten Atommüllendlagers entwickeln. Bundesumweltminister
Jürgen Trittin (Grüne) und Ausschussmitglieder bedauerten
den Rückzug der Umweltschützer.
«Die Verbände vergeben
damit die Chance, an der Standortauswahl für das von der
Bundesregierung geplante Endlager für radioaktiven Müll
mitzuwirken», sagte Trittin. Es sei nicht nachvollziehbar,
weshalb die Entscheidung einer Landesregierung zur Aufkündigung
der Zusammenarbeit mit dem von der Bundesregierung eingesetzten
Gremium führe.
«Die Vorschläge der
Umweltverbände sind sehr wichtig», unterstrich Heinz-Jörg
Haury, Mitglied des Arbeitskreises. «Wir hoffen, dass es
kein endgültiger Beschluss ist.»
Die Atomexpertin im Vorstand des
BUND, Renate Backhaus, erklärte, die Genehmigung des Endlagers
Schacht Konrad mache den Arbeitskreis überflüssig. Robin-Wood-Energiereferentin
Bettina Dannheim warf Trittin ein «doppeltes Spiel»
vor. Trotz seiner Feststellung, der Schacht Konrad sei nicht nötig,
habe er den Energieversorgern eine zügige Genehmigung zugesagt.
Ende April hatte die niedersächsische
Landesregierung nach einem 20 Jahre dauernden Verfahren den Bau
des Atomendlagers Schacht Konrad genehmigt. In dem ehemaligen
Eisenerzbergwerk können demnach 303.000 Kubikmeter schwach-
und mittelradioaktiver Abfall gelagert werden.
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