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Bundespräsident Rau warnt vor neuem
Rüstungswettlauf
Bundespräsident Johannes
Rau hat die Arbeit der seit 20 Jahren bestehenden Vereinigung
«Ärzte gegen den Atomkrieg» gewürdigt und
zur verstärkter Abrüstung weltweit aufgerufen.
Berlin (dpa) - «Wir dürfen
das große Ziel - eine Welt frei von Massenvernichtungswaffen
- nicht aus den Augen verlieren», sagte Rau laut Redetext
am Donnerstag bei der Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen
der deutschen Sektion der «Internationalen Ärzte für
die Verhütung des Atomkriegs» in Berlin. Neue Rüstungswettläufe
müssten verhindert werden.
Besorgt äußerte sich
Rau darüber, dass nicht mehr nur Staaten, sondern auch «nichtstaatliche
Akteure» versuchten, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen
zu kommen. «Noch immer wird für die Rüstung weltweit
ein Vielfaches dessen ausgegeben, was für Krisenprävention
aufgewendet wird», kritisierte Rau.
«Wir müssen dringend
bei der Rüstungskontrolle und bei der Abrüstung von
Massenvernichtungswaffen weiterkommen.» Rau stellte sich
hinter den Vorschlag, bei der Generalversammlung der Vereinten
Nationen einen besonderen Ausschuss einzurichten, «der sich
ausschließlich mit Fragen der Krisen- und Konfliktprävention
befasst».
Rau lobte die Arbeit der «Ärzte
gegen den Atomkrieg». «Wir brauchen Organisationen
wie die 'Ärzte gegen den Atomkrieg', weil soziale Gerechtigkeit
nur dann wachsen kann, wenn sie immer wieder und immer wieder
von vielen eingefordert wird.»
Die internationale Vereinigung
der Ärzte gegen den Atomkrieg wurde 1980 von einem russischen
und einem amerikanischen Kardiologen gegründet, um in Zeiten
des Kalten Krieges einen Atomkrieg zu verhindern.
Zwei Jahre später wurde die
deutsche Sektion ins Leben gerufen. Sie hat heute etwa 8000 Mitglieder
und ist damit nach eigenen Angaben die größte berufsbezogene
Friedensorganisation Deutschlands.
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