|
Attac und BUND: Gemeinsam gegen globale
Umweltzerstörung
Die Globalisierungskritiker
im Netzwerk Attac und der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) wollen in Zukunft gemeinsam gegen die weltweite
Umweltzerstörung kämpfen.
Frankfurt/Main (vv, dpa) - Beide
Organisationen haben nach eigenen Angaben am Donnerstag in Frankfurt
dazu eine bundesweite Arbeitsgruppe «Ökologie und Globalisierung»
gegründet. An dem Treffen hätten rund 60 Mitglieder
beider Gruppierungen teil genommen.
Die BUND-Bundesvorsitzende Angelika
Zahrnt sagte: «Die wirtschaftliche Globalisierung beschleunigt
die internationale Umweltzerstörung.» So sei das von
der Welthandelsorganisation WTO vorangetriebene Wachstum des Welthandels
einer der Hauptgründe dafür, dass die Emissionen schädlicher
Klimagase seit Jahren dramatisch anwachsen würden. Es sei
höchste Zeit, dass die Regierungen der Globalisierung klare
ökologische und soziale Grenzen setzten.
Vertreter von Attac hoben hervor,
dass Globalisierungskritiker und Umweltschützer für
die gleiche Sache kämpften. «Die ökologischen
Grenzen des Planeten sind die Achillesferse der wirtschaftlichen
Globalisierung.» Es gehe darum, sich nicht ökonomischen
Sachzwängen zu beugen, sondern die Globalisierung sozial
und ökologisch unter Kontrolle zu bringen.
Bereits in der Vergangenheit hätten
BUND und Attac gleiche Ziele verfolgt, so etwa bei der Kampagne
für eine Besteuerung internationaler Spekulationsgewinne
(Tobinsteuer). Jetzt sollten mit der Gründung der Arbeitsgruppe
die gemeinsamen Ziele auch gemeinsam verfolgt werden. Für
das Jahr 2003 sei ein gemeinsamer Kongress geplant.
|