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EU-Kommission: Offener Streit über
Zukunft der Kernenergie
In der EU-Kommission ist zwischen
der Umweltkommissarin und der Vizepräsidentin ein offener
Zwist über die Zukunft der Kernenergie ausgebrochen.
Madrid (dpa) - Die EU-Umweltkommissarin
Margot Wallström widersprach in scharfer Form der Vizepräsidentin
der Brüsseler EU-Behörde, Loyola de Palacio, die ein
Plädoyer für die Nutzung der Nuklearenergie abgegeben
hatte.
«Ich bin damit nicht einverstanden»,
sagte die schwedische Umweltkommissarin der Madrider Zeitung «El
Pais» (Dienstagsausgabe). Sie wandte sich vor allem gegen
die Behauptung der Vizepräsidentin, wonach die EU im Fall
eines Verzichts auf die Atomkraft ihre Zusagen zum internationalen
Kyoto-Abkommen über die Verringerung umweltschädlicher
Emissionen nicht einhalten könnte.
«Für die Einhaltung
unserer Zusagen von Kyoto besteht keinerlei Notwendigkeit, stärker
auf die Kernenergie zu setzen», betonte Wallström.
«Es ist kein Geheimnis, dass es innerhalb der Kommission
über die Nutzung der Kernenergie unterschiedliche Auffassungen
gibt.»
Die Spanierin De Palacio, die
in der EU-Kommission unter anderem für die Energiepolitik
zuständig ist, hatte am Sonntag bei einem informellen EU-Ministertreffen
in Pamplona in Nordspanien einen Ausstieg aus der Nutzung der
Kernenergie als einen «sehr schweren Fehler» bezeichnet.
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