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NABU sieht eigene Projekte durch Rot-Grün
am besten umgesetzt
Der Naturschutzbund NABU sieht
in einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition nach der Bundestagswahl
am 22. September die größten Chancen, seine eigenen
Ziele durchzusetzen.
Berlin (dpa) - Der NABU sei mit
der Bilanz von Rot-Grün «sehr zufrieden», sagte
Bundesgeschäftsführer Gerd Billen am Montag in Berlin
bei der Vorstellung der «Wahlprüfsteine» seiner
Organisation.
Sollte andererseits die CDU/CSU
bei einem Wahlerfolg, wie von ihrem Kandidaten Edmund Stoiber
(CSU) angekündigt, den Atomausstieg wieder rückgängig
machen wollen, käme dies einer «Kriegserklärung»
gleich. Ebenso werde sich seine Organisation entschieden gegen
eine Abschaffung der Öko-Steuer stemmen. Billen räumte
allerdings ein, dass das CSU-regierte Bayern in der Umweltpolitik
und im Naturschutz durchaus Erfolge vorweisen könne.
An die Adresse der Parteien sagte
Billen: «Wer Begriffe wie Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit
für sich in Anspruch nimmt, der muss sich auch klar zum Schutz
und schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen
bekennen.» Der Klimaschutz müsse durch «einen
entschlossenen Ausbau der regenerativen Energiegewinnung vorangetrieben
werden».
Der NABU warnt auch vor einem
übertriebenen Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln,
der entscheidend zu einem weiteren Rückgang der Tier- und
Pflanzenarten beitrage. Die Agrarreform müsse ebenso wie
die Erzeugung gesunder Lebensmittel und die Verbesserung der Nutztierhaltung
vor allem bei Puten und Schweinen fortgesetzt werden.
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