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Afrika: Schröder ruft zu Investitionen
und EU-Marktöffnung auf
Bundeskanzler Gerhard Schröder
hat zu Investitionen in Afrika und einer verstärkten Öffnung
der europäischen Märkte für die ärmsten Entwicklungsländer
aufgerufen.
Berlin (dpa) - Europa und Afrika
müssten eine «neue stabile und tragfähige Beziehung»
entwickeln, sagte Schröder (SPD) am Montag in Berlin bei
einem «Wirtschaftstag Afrika» vor Vertretern afrikanischer
Staaten und deutscher Unternehmen.
In Teilen des Kontinents seien
bereits «stabile Wachstumsmärkte entstanden».
Solche Ansätze zu einer eigenständigen Entwicklung gelte
es auch durch privatwirtschaftliches Engagement zu unterstützen.
Schröder kündigte an,
auf dem G-8-Gipfel im Juni in Kanada werde die Unterstützung
der Industriestaaten für die «New Partnership for Africa's
Development» (NePAD) im Mittelpunkt stehen. In
der Initiative haben sich afrikanische Staaten zusammengeschlossen,
um aus eigener Kraft politische und wirtschaftliche Maßnahmen
für eine Entwicklung des afrikanischen Kontinents voranzutreiben.
«Afrika ist ein interessanter
und zukunftsträchtiger Industrie-, Investitions- und Handelspartner»,
sagte der Bundeskanzler.
Entwicklungshilfeministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul (SPD) bezeichnete es als «bahnbrechend»,
dass afrikanische Länder in der NePAD-Initiative selbst Standards
für gute Regierungsführung festgelegt hätten und
ihre Einhaltung gegenseitig überprüfen wollten.
Der Vorstandssprecher der Kreditanstalt
für Wiederaufbau, Hans Reich, wandte sich entschieden gegen
«pauschalen Afrika-Pessimismus». «Der Investitionsstandort
Afrika ist besser als sein Ruf», sagte Reich.
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