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Unicef: In die Kinder investieren
Die Vereinten Nationen haben
alle Staaten aufgerufen, verstärkt in die Zukunft der Kinder
in den ärmsten Gegenden der Welt zu investieren.
New York (dpa) - Jeder einzelne
Dollar, der für die bessere medizinische Versorgung und Schulbildung
der Jüngsten ausgegeben werde, helfe armen Ländern bei
der künftigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.
Das erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef)
am Donnerstag in New York bei der Vorstellung des aktualisierten
Berichtes zur Lage der Kinder in der Welt.
Der im Auftrag von UN-Generalsekretär
Kofi Annan erstellte umfangreiche Bericht mit dem Titel «Wir,
die Kinder» ist Grundlage des zweiten Weltkindergipfels,
der vom 8. bis zum 10. Mai in New York stattfindet. Das Treffen,
zu dem sich mehr als 70 Staats- und Regierungschefs angesagt haben,
hatte ursprünglich bereits im September stattfinden sollen,
war jedoch kurz nach den terroristischen Anschlägen auf New
York und Washington verschoben worden.
Annan und die von ihm beauftragten
Experten verweisen in dem Grundsatzdokument auf eine Reihe von
Erfolgen seit dem ersten Kindergipfel im September 1990 in New
York. So hätten 63 Länder das damals gesetzte Ziel erreicht,
die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren um ein Drittel
zu senken.
Dennoch sterbe in der heutigen
Welt noch eines von zwölf Kindern vor dem fünften Lebensjahr.
Ursache seien zumeist vermeidbare oder behandelbare Krankheiten,
wie sie häufig mit schwerer Armut einhergingen.
Insgesamt habe die internationale
Gemeinschaft sehr viele Versprechungen des ersten Kindergipfels
nicht erfüllt, weil die zugesagten finanziellen Ressourcen
oft nur zu einem Bruchteil oder gar nicht bereitgestellt worden
seien.
Vom neuen Weltkindergipfeltreffen
werden konkrete Beschlüsse darüber erwartet, wie große
Teile der offiziellen Entwicklungshilfegelder künftig im
Interesse der heranwachsenden Generationen eingesetzt werden sollen.
«Wir werden immer wieder
bekräftigen», sagte Unicef-Direktorin Carol Bellamy,
«was eigentlich allen klar sein müsste: Gesunde und
gut ausgebildete Kinder sind eine entscheidende treibende Kraft
für die wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir die Armut überwinden
wollen, müssen wir zuallererst in die Kinder investieren.»
Mehrere einst unterentwickelte
Länder Asiens hätten sich diese Strategie vor Jahrzehnten
zu Eigen gemacht und damit die Grundlagen für einen beachtlichen
wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die anhaltende bittere Armut
in vielen Ländern Südasiens und Afrikas hänge maßgeblich
mit der Vernachlässigung der Kinder durch die jeweiligen
Staaten sowie durch Geberländer zusammen.
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