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- 18.04.2002 -

 

 

 

 

 

 

Unicef: In die Kinder investieren

Die Vereinten Nationen haben alle Staaten aufgerufen, verstärkt in die Zukunft der Kinder in den ärmsten Gegenden der Welt zu investieren.

New York (dpa) - Jeder einzelne Dollar, der für die bessere medizinische Versorgung und Schulbildung der Jüngsten ausgegeben werde, helfe armen Ländern bei der künftigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Das erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) am Donnerstag in New York bei der Vorstellung des aktualisierten Berichtes zur Lage der Kinder in der Welt.

Der im Auftrag von UN-Generalsekretär Kofi Annan erstellte umfangreiche Bericht mit dem Titel «Wir, die Kinder» ist Grundlage des zweiten Weltkindergipfels, der vom 8. bis zum 10. Mai in New York stattfindet. Das Treffen, zu dem sich mehr als 70 Staats- und Regierungschefs angesagt haben, hatte ursprünglich bereits im September stattfinden sollen, war jedoch kurz nach den terroristischen Anschlägen auf New York und Washington verschoben worden.

Annan und die von ihm beauftragten Experten verweisen in dem Grundsatzdokument auf eine Reihe von Erfolgen seit dem ersten Kindergipfel im September 1990 in New York. So hätten 63 Länder das damals gesetzte Ziel erreicht, die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren um ein Drittel zu senken.

Dennoch sterbe in der heutigen Welt noch eines von zwölf Kindern vor dem fünften Lebensjahr. Ursache seien zumeist vermeidbare oder behandelbare Krankheiten, wie sie häufig mit schwerer Armut einhergingen.

Insgesamt habe die internationale Gemeinschaft sehr viele Versprechungen des ersten Kindergipfels nicht erfüllt, weil die zugesagten finanziellen Ressourcen oft nur zu einem Bruchteil oder gar nicht bereitgestellt worden seien.

Vom neuen Weltkindergipfeltreffen werden konkrete Beschlüsse darüber erwartet, wie große Teile der offiziellen Entwicklungshilfegelder künftig im Interesse der heranwachsenden Generationen eingesetzt werden sollen.

«Wir werden immer wieder bekräftigen», sagte Unicef-Direktorin Carol Bellamy, «was eigentlich allen klar sein müsste: Gesunde und gut ausgebildete Kinder sind eine entscheidende treibende Kraft für die wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir die Armut überwinden wollen, müssen wir zuallererst in die Kinder investieren.»

Mehrere einst unterentwickelte Länder Asiens hätten sich diese Strategie vor Jahrzehnten zu Eigen gemacht und damit die Grundlagen für einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die anhaltende bittere Armut in vielen Ländern Südasiens und Afrikas hänge maßgeblich mit der Vernachlässigung der Kinder durch die jeweiligen Staaten sowie durch Geberländer zusammen.

 Mehr Informationen:

Unicef Deutschland

Unicef: Weltkindergipfel

vista verde: Entwicklung


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