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Nevada:
Veto gegen Bush-Plan für Atomendlager
Der Streit um den Standort
für ein neues Atomendlager in den USA spitzt sich zu.
Washington (dpa) - Der Gouverneur
von Nevada, Kenny Guinn, legte am Montag beim Kongress offiziell
sein Veto gegen die Entscheidung von Präsident George W.
Bush ein, das Endlager für rund 70.000 Tonnen Atommüll
in den Yucca-Bergen des westlichen Bundesstaates einzurichten.
«Es ist das jüngste
Beispiel in einer langen Reihe von Projekten, die nur Zeit verschwenden
und auf schlechten Studien, schlechten Gesetzten und schlechter
Politik basieren», sagte Guinn, ein republikanischer Parteifreund
Bushs. Das Gebiet sei als Lagerstätte für radioaktives
Material nicht sicher.
So lange er Gouverneur sei, werde
es in Yucca Mountain kein Atomendlager geben. Die Projekt- Kritiker
befürchten eine Verseuchung des Grundwassers durch den Atommüll,
der 10.000 Jahre lang radioaktiv bleiben wird.
Das letzte Wort liegt nun beim
US-Kongress, der binnen 90 Tagen zu entscheiden hat. Die Regierung
will mit der Einlagerung des Atommülls in rund 300 Meter
tiefen Schächten spätestens in acht Jahren beginnen.
Die Gegner des Endlagers räumen ein, dass sie bisher nicht
genügend Stimmen haben, um den Bush-Plan in Senat und Abgeordnetenhaus
zu Fall zu bringen.
Zurzeit lagern die Bestände
von mehr als 40.000 Tonnen auf dem Gelände von 131 Atomkraftwerken
und Militäreinrichtungen im ganzen Land. Allein der Atomtransport
in die Yucca-Berge sei äußerst gefährlich, warnen
Kritiker.
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