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- 28.03.2002 -

 

 

 

 

 

 

Atommülllager: Schacht Konrad soll erheblich kleiner ausfallen

Das geplante Atommüllendlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen soll nur knapp halb so groß wie ursprünglich geplant ausfallen.

Hannover (dpa) - Statt 650.000 Kubikmeter Atommüll wie 1982 beantragt sollen dort nur 303.000 Kubikmeter strahlender Abfall entsorgt werden dürfen. Das sieht der jetzt fertig gestellte Entwurf für den Genehmigungsbescheid des niedersächsischen Umweltministeriums vor.

Darin wird von einer Betriebsdauer von 80 Jahren für das Lager ausgegangen. Einen entsprechenden Bericht mehrerer niedersächsischer Tageszeitungen bestätigte das Umweltministerium in Hannover am Donnerstag.

Der rund 1000 Seiten umfassende Genehmigungsentwurf ging nach Angaben des Ministeriums am Mittwoch an den Antragsteller, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, und zur Kenntnis an das Bundesumweltministerium in Berlin.

Dem BfS wurde eine Frist bis zum 19. April für eine Stellungnahme eingeräumt. Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) will den Entwurf nach Angaben seiner Sprecherin Jutta Kremer-Heye noch im April dem Landeskabinett und im Mai dem Niedersächsischen Landtag vorlegen. Die Genehmigung könnte dann im Sommer erteilt werden.

Bei der Begrenzung des Abfallvolumens auf 303.000 Kubikmeter hat sich Jüttner nach Darstellung seiner Sprecherin auf eine Prognose des BfS zur Entwicklung der Abfallmengen gestützt. «Mehr Abfälle werden nicht anfallen», sagte Kremer-Heye. «Durch die Begrenzung wird zudem ausgeschlossen, dass Abfälle aus dem Ausland in das Lager kommen.»

Kremer-Heye betonte, Schacht Konrad sei nur für schwach- und mittelradioaktive und nicht für hochradioaktive Abfälle vorgesehen und daher nicht als alleiniges Endlager geeignet.

 Mehr Informationen:

Umweltministerium Niedersachsen

Bundesamt für Strahlenschutz

Bundesumwelt- ministerium

DIE ZEIT: Milliardengrab im Nirgendwo

vista verde: Atomenergie

 

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