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Atommülllager: Schacht Konrad soll
erheblich kleiner ausfallen
Das geplante Atommüllendlager
Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen soll nur knapp
halb so groß wie ursprünglich geplant ausfallen.
Hannover (dpa) - Statt 650.000
Kubikmeter Atommüll wie 1982 beantragt sollen dort nur 303.000
Kubikmeter strahlender Abfall entsorgt werden dürfen. Das
sieht der jetzt fertig gestellte Entwurf für den Genehmigungsbescheid
des niedersächsischen Umweltministeriums vor.
Darin wird von einer Betriebsdauer
von 80 Jahren für das Lager ausgegangen. Einen entsprechenden
Bericht mehrerer niedersächsischer Tageszeitungen bestätigte
das Umweltministerium in Hannover am Donnerstag.
Der rund 1000 Seiten umfassende
Genehmigungsentwurf ging nach Angaben des Ministeriums am Mittwoch
an den Antragsteller, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
in Salzgitter, und zur Kenntnis an das Bundesumweltministerium
in Berlin.
Dem BfS wurde eine Frist bis
zum 19. April für eine Stellungnahme eingeräumt. Niedersachsens
Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) will den Entwurf nach
Angaben seiner Sprecherin Jutta Kremer-Heye noch im April dem
Landeskabinett und im Mai dem Niedersächsischen Landtag vorlegen.
Die Genehmigung könnte dann im Sommer erteilt werden.
Bei der Begrenzung des Abfallvolumens
auf 303.000 Kubikmeter hat sich Jüttner nach Darstellung
seiner Sprecherin auf eine Prognose des BfS zur Entwicklung der
Abfallmengen gestützt. «Mehr Abfälle werden nicht
anfallen», sagte Kremer-Heye. «Durch die Begrenzung
wird zudem ausgeschlossen, dass Abfälle aus dem Ausland in
das Lager kommen.»
Kremer-Heye betonte, Schacht Konrad
sei nur für schwach- und mittelradioaktive und nicht für
hochradioaktive Abfälle vorgesehen und daher nicht als alleiniges
Endlager geeignet.
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