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- 25.03.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuversicht und Skepsis: UN-Entwicklungsgipfel in Mexiko beendet

Die Ergebnisse der UN-Konferenz für Entwicklungs- finanzierung im mexikanischen Monterrey ist von Regierungsvertretern überwiegend positiv beurteilt worden. Nichtregierungsorganisationen äußerten dagegen Kritik.

Monterrey (dpa) - Das bereits Wochen vor der Konferenz fertig gestellte Abschlussdokument der Konferenz, die am Freitagabend (Ortszeit) zu Ende ging, wurde von den Teilnehmern aus rund 160 Ländern, darunter 50 Staats- und Regierungschefs, per Akklamation angenommen.

In dem Dokument wird einer Ausweitung des Handels und der privaten Kapitalströme eine vorrangige Rolle bei der Armutsbekämpfung eingeräumt. Von den Entwicklungsländern werden erhebliche Eigenleistungen verlangt, um die Rahmenbedingungen für ihre wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern. Die Industrieländer werden aufgefordert, ihre Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes anzuheben.

Als besonderer Erfolg wurde die von den USA und der Europäischen Union angekündigte Aufstockung der Entwicklungshilfe gewertet. Washington will seine Leistungen bis 2006 von derzeit 10 Milliarden Dollar (11,3 Mrd. Euro) um weitere 5 Milliarden pro Jahr erhöhen, Brüssel will die Hilfen im gleichen Zeitraum von 25 Milliarden auf 32 Milliarden Dollar jährlich aufstocken.

US-Präsident George W. Bush forderte eine Neubewertung der Entwicklungshilfe. Sie müsse sich an den Ergebnissen und nicht am ausgegebenen Geld messen lassen. Die USA machten ihre Hilfsvergabe außerdem von guter Regierungsführung und Öffnung der Märkte abhängig.

Die Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), zog eine positive Bilanz. «Während der erste Nord-Süd-Gipfel 1981 ein enttäuschender Fehlschlag war, ist Monterrey ein ermutigender Erfolg bei der Entwicklung einer Nord-Süd- Partnerschaft», sagte sie. Die Entwicklungszusammenarbeit sei «die wichtigste Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts».

«Es ist gelungen, der Entwicklungszusammenarbeit einen großen, neuen Impuls zu geben», sagte Mexikos Präsident Vicente Fox. Es gebe ein allgemeines Verständnis darüber, dass jedes Land für seine Entwicklung verantwortlich sei, aber dass auch die Rahmenbedingungen stimmen müssten. Fox forderte in diesem Zusammenhang die Industrieländer auf, ihre Subventionen, vor allem die auf Exporte von Agrarprodukten, abzuschaffen.

Kritisch äußerte sich das Gros der Nichtregierungsorganisationen. Die Ergebnisse der Konferenz «spiegeln das wider, was realpolitisch möglich ist. Sie reichen jedoch nicht aus, um die Globalisierung sozial zu gestalten», sagte Reinhard Hermle, Vorsitzender des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).

 Mehr Informationen:

Internationale Konferenz zur Entwicklungs- finanzierung in Monterrrey

Global Forum - Financing the right to sustainable and equitable development

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

VENRO

vista verde: Entwicklung


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