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Entwicklungspolitik: Kindernothilfe
und NABU fordern höhere Ausgaben
Wenige Tage vor der UN-Konferenz
zur Entwicklungsfinanzierung haben Kindernothilfe und Naturschutzbund
(NABU) von der Bundesregierung zusätzliche Mittel für
die Entwicklungspolitik gefordert.
Berlin (dpa) - Das international
vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Bruttosozialproduktes für
die Entwicklungshilfe auszugeben, müsse Deutschland bis 2007
erreichen, forderte NABU- Präsident Jochen Flasbarth am Mittwoch
in Berlin.
Die Bundesregierung solle sich
bei der Konferenz im mexikanischen Monterrey (18. bis 22. März)
auch für ein verbindliches Verfahren zum Interessensausgleich
zwischen verschuldeten Staaten und ihren Gläubigern einsetzen.
«Die hohe Verschuldung vieler
Entwicklungsländer ist eine entscheidende Entwicklungsblockade»,
sagte Werner Hoerschelmann, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe.
Das Beispiel Argentinien zeige, dass Reformen im internationalen
Schuldenmanagement nicht verschleppt werden dürften.
Kindernothilfe und NABU sprachen
sich auch für eine Besteuerung internationaler Devisentransaktionen
aus. «Wir fordern Frau Wieczorek-Zeul auf, die Tobin-Steuer
offensiv zu vertreten», sagte Hoerschelmann an die Adresse
der deutschen Entwicklungsministerin.
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