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- 11.03.2002 -

 

 

 

 

 

 

Weltbank-Studie: Entwicklungshilfe ist effektiver als ihr Ruf

Entwicklungshilfe ist nach einer neuen Studie der Weltbank wirkungsvoller als viele Kritiker glauben.

Washington (dpa) - «Menschen in Entwicklungsländern sind gesünder und besser ausgebildet als vor 50 Jahren. Entwicklungshilfe hat diese Veränderungen möglich gemacht», erklärte Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern bei Vorlage der Studie in Washington.

Nach der Analyse der Weltbank hat eine Milliarde Dollar Entwicklungshilfe 1990 rund 105.000 Menschen für immer aus der schlimmsten Armut geholfen. Diese Menschen lebten vorher von weniger als einem Dollar am Tag. Acht Jahre später habe dieselbe Summe dagegen bereits 284.000 Menschen über die Armutsschwelle gebracht, berichtet die Weltbank.

«Wenn wir aus unseren Fehlern lernen, funktioniert Entwicklungshilfe. Für reiche und arme Länder ist der Zeitpunkt ist gekommen, eine tiefe und anhaltende Partnerschaft einzugehen, die die Entwicklung vorantreibt», sagte Stern. Die Weltbank veröffentlichte die Studie eine Woche vor der UN-Konferenz zur Finanzierung von Entwicklung, die am 18. März in in Monterrey (Mexiko) beginnt.

Botswana, Chile und Südkorea hebt das Institut als besondere Erfolge hervor. Dort habe staatliche Hilfe aus dem Ausland zur Verbesserung des politischen Klimas, zum Aufbau von Institutionen und damit zu schnellerem Wachstum und einer Reduzierung der Armut beigetragen.

Ähnliches gelte für China, Polen, Uganda und Vietnam. In Bangladesch sterben nach der Studie heute nur noch halb so viele Kinder in den ersten Lebensjahren wie vor 30 Jahren.

Weder der dirigistische Einsatz von Entwicklungshilfe in den 50er und 60er Jahren noch der Verlass auf privatwirtschaftliche Initiativen in den 80er und frühen 90er Jahren habe die Armut effektiv bekämpfen können, meint die Weltbank. Die Empfängerländer müssten bei der Planung von Hilfsprogrammen von Anfang an beteiligt sein.

Der Privatsektor sei zwar der Motor des Wachstums, doch müssten Regierungen für gute politische Institutionen, Infrastruktur und Investitionen in Gesundheit und Ausbildung sorgen. «Dies sind die Schlüsselelemente für Wachstum und Armutsbekämpfung, die von Entwicklungshilfe stark profitieren können», heißt es in der Studie.

 Mehr Informationen:

Weltbank

Internationale Konferenz zur Entwicklungs- finanzierung in Monterrrey

vista verde: Entwicklung

 

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