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- 08.03.2002 -

 

 

 

 

 

 

Frauentag: Alle Welt profitiert vom weiblichen Einfluss

Wenn Frauen die Chance haben, ihren Einfluss geltend zu machen, profitiert nach den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan alle Welt.

New York/Genf (dpa) - «Wenn Frauen uneingeschränkt mitwirken dürfen, sind auf Anhieb die Vorteile ersichtlich: Kinder genießen eine bessere Erziehung, sind gesünder und besser ernährt, (...) das Familieneinkommen steigt und die Wirtschaft wächst», erklärte Annan zum Internationalen Frauentag.

«Und was für Familien gilt, trifft auch auf Kommunen und letztlich sogar auf ganze Länder zu», sagte der Generalsekretär bei einer Gedenkfeier in New York, an der auch Amerikas First Lady, Laura Bush, teilnahm.

Selbst in der Lösung bewaffneter Konflikte falle Frauen eine Schlüsselrolle zu. «Wir müssen mehr dafür tun, dass sie in den Prozess der Friedensfindung, Friedensbildung und Wiederherstellung voll integriert werden», forderte Annan. Derzeit lasse die Stellung von Mädchen und Frauen noch viel zu wünschen übrig.

Von den 100 Millionen Kindern in aller Welt, die nicht die Schule besuchen dürfen, sei die Mehrheit weiblich. Das Gleiche treffe auf das Heer von 800 Millionen erwachsenen Analphabeten zu. Die Arbeit von Frauen werde auch heute noch unterbewertet, unterbezahlt oder überhaupt nicht erstattet.

Gewalt gegen Frauen, besonders zu Hause in der eigenen Familie, sei eine «weltweite Epidemie», und der Handel mit Mädchen und jungen Frauen sei «die am schnellsten wachsende Form organisierten Verbrechens», sagte Annan in New York.

Zuvor hatte bereits das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF verlangt, auf internationaler Ebene mehr gegen die Müttersterblichkeit zu tun. In einer in Genf veröffentlichten Erklärung hieß es, dass jede Minute auf der Welt eine schwangere oder gebärende Frau stirbt.

Laut UNICEF liegt ihre Zahl im Jahr bei 515.000, wobei 99 Prozent in Entwicklungsländern lebten. Für eine Frau im mittleren Afrika liege das Risiko bei 1:13, dass sie in der Schwangerschaft oder bei der Geburt stirbt, in den industrialisierten Ländern dagegen nur bei 1:4100.

Die Vereinten Nationen haben den diesjährigen Frauentag ganz besonders den Frauen in Afghanistan gewidmet. Ihr Beispiel zeige, wie sehr ein Land darunter leidet, wenn seinen Frauen die Grundrechte verweigert werden, sagte Annan. Nach Jahren schlimmster Diskriminierung sei ihnen jetzt die Unterstützung der ganzen Welt gewiss, eine aktive Rolle beim Frieden und Wiederaufbau ihres Landes zu spielen.

 Mehr Informationen:

UN

UNICEF

UNIFEM

vista verde: Frauen

 

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