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Frauentag:
Alle Welt profitiert vom weiblichen Einfluss
Wenn Frauen die Chance haben,
ihren Einfluss geltend zu machen, profitiert nach den Worten von
UN-Generalsekretär Kofi Annan alle Welt.
New York/Genf (dpa) - «Wenn
Frauen uneingeschränkt mitwirken dürfen, sind auf Anhieb
die Vorteile ersichtlich: Kinder genießen eine bessere Erziehung,
sind gesünder und besser ernährt, (...) das Familieneinkommen
steigt und die Wirtschaft wächst», erklärte Annan
zum Internationalen Frauentag.
«Und was für Familien
gilt, trifft auch auf Kommunen und letztlich sogar auf ganze Länder
zu», sagte der Generalsekretär bei einer Gedenkfeier
in New York, an der auch Amerikas First Lady, Laura Bush, teilnahm.
Selbst in der Lösung bewaffneter
Konflikte falle Frauen eine Schlüsselrolle zu. «Wir
müssen mehr dafür tun, dass sie in den Prozess der Friedensfindung,
Friedensbildung und Wiederherstellung voll integriert werden»,
forderte Annan. Derzeit lasse die Stellung von Mädchen und
Frauen noch viel zu wünschen übrig.
Von den 100 Millionen Kindern
in aller Welt, die nicht die Schule besuchen dürfen, sei
die Mehrheit weiblich. Das Gleiche treffe auf das Heer von 800
Millionen erwachsenen Analphabeten zu. Die Arbeit von Frauen werde
auch heute noch unterbewertet, unterbezahlt oder überhaupt
nicht erstattet.
Gewalt gegen Frauen, besonders
zu Hause in der eigenen Familie, sei eine «weltweite Epidemie»,
und der Handel mit Mädchen und jungen Frauen sei «die
am schnellsten wachsende Form organisierten Verbrechens»,
sagte Annan in New York.
Zuvor hatte bereits das Kinderhilfswerk
der Vereinten Nationen UNICEF verlangt, auf internationaler Ebene
mehr gegen die Müttersterblichkeit zu tun. In einer in Genf
veröffentlichten Erklärung hieß es, dass jede
Minute auf der Welt eine schwangere oder gebärende Frau stirbt.
Laut UNICEF liegt ihre Zahl im
Jahr bei 515.000, wobei 99 Prozent in Entwicklungsländern
lebten. Für eine Frau im mittleren Afrika liege das Risiko
bei 1:13, dass sie in der Schwangerschaft oder bei der Geburt
stirbt, in den industrialisierten Ländern dagegen nur bei
1:4100.
Die Vereinten Nationen haben
den diesjährigen Frauentag ganz besonders den Frauen in Afghanistan
gewidmet. Ihr Beispiel zeige, wie sehr ein Land darunter leidet,
wenn seinen Frauen die Grundrechte verweigert werden, sagte Annan.
Nach Jahren schlimmster Diskriminierung sei ihnen jetzt die Unterstützung
der ganzen Welt gewiss, eine aktive Rolle beim Frieden und Wiederaufbau
ihres Landes zu spielen.
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