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Zeitung: Nach US-Regierungsstudie 15.000
Krebstote durch Atomtests
Hunderte von Atomtests während
des Kalten Krieges haben in den USA nach einer bislang unveröffentlichten
Regierungsstudie mindestens 15.000 Menschen das Leben gekostet.
Washington (dpa) - Auf dem Gebiet
der USA sei wesentlich mehr radioaktiver Niederschlag von Atomversuchen
im US-Bundesstaat Nevada, der Sowjetunion und den Pazifikinseln
niedergegangen, als bislang angenommen, berichtete die Zeitung
«USA Today» am Donnerstag. Die Studie des Gesundheitsministeriums
liege der Zeitung in Auszügen vor.
Danach starben 15.000 nach 1951
geborene Amerikaner an Krebs, der direkt auf radioaktive Verstrahlung
durch Atomwaffentests zurück geführt werden könne.
20.000 nicht tödlich verlaufene Krebserkrankungen seien ebenfalls
wahrscheinlich direkte Folge der Tests. Überirdische Atomtests
wurden 1963 verboten.
Die Studie sei von der US-Gesundheitsbehörde
CDC in Atlanta durchgeführt worden, sagte eine Sprecherin
des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Washington. Bei der
CDC war zunächst niemand zu erreichen, der über die
Studie Auskunft geben konnte.
Nach dem Zeitungsbericht schätzten
die Wissenschaftler den radioaktiven Niederschlag unter Berücksichtigung
von Wetterbewegungen, die Anzahl der Betroffenen anhand von Bevölkerungsdaten,
Geburtsdaten und Essensgewohnheiten.
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