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Nach Greenpeace-Satire: Landesregierung
in Stuttgart verärgert
Die Umweltorganisation Greenpeace
hat mit der satirische Verfremdung der Imagekampagne von Baden-Württemberg
«Wir können alles. Außer Hochdeutsch» den
Zorn der Staatsregierung auf sich gezogen.
Stuttgart (dpa) - In Anspielung
auf die Pannen in den Atomkraftwerken im Südwesten hatte
das «Greenpeace Magazin» (Hamburg) den Originaltext
in «Wir können alles. Außer AKWs betreiben»
umgewandelt.
Die Landesregierung in Stuttgart
forderte die Macher des Blattes nun unter Androhung eines Bußgeldes
auf, den Text nicht mehr mit dem Landeswappen zu drucken.
Es gehe nicht um mangelnden Humor
der Staatsregierung, sagte ein Sprecher des Staatsministeriums
am Montag der dpa: «Die Verwendung des großen Landeswappens
ist ein Verstoß gegen das Wappenrecht.»
Der Chefredakteur des «Greenpeace
Magazins», Jochen Schildt, hingegen sieht in der Androhung
eine «Groteske und gleichzeitig eine unglaubliche Einschränkung
von Pressefreiheit».
Die Landesregierung warte nun
auf eine schriftliche Bestätigung, dass das Landeswappen
künftig nicht mehr verwendet werde, sagte der Sprecher. Nach
Angaben Schildts hat das «Greenpeace Magazin» bisher
nicht auf das Schreiben aus Stuttgart reagiert.
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