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- 25.02.2002 -

 

 

 

 

Nach Greenpeace-Satire: Landesregierung in Stuttgart verärgert

Die Umweltorganisation Greenpeace hat mit der satirische Verfremdung der Imagekampagne von Baden-Württemberg «Wir können alles. Außer Hochdeutsch» den Zorn der Staatsregierung auf sich gezogen.

Stuttgart (dpa) - In Anspielung auf die Pannen in den Atomkraftwerken im Südwesten hatte das «Greenpeace Magazin» (Hamburg) den Originaltext in «Wir können alles. Außer AKWs betreiben» umgewandelt.

Die Landesregierung in Stuttgart forderte die Macher des Blattes nun unter Androhung eines Bußgeldes auf, den Text nicht mehr mit dem Landeswappen zu drucken.

Es gehe nicht um mangelnden Humor der Staatsregierung, sagte ein Sprecher des Staatsministeriums am Montag der dpa: «Die Verwendung des großen Landeswappens ist ein Verstoß gegen das Wappenrecht.»

Der Chefredakteur des «Greenpeace Magazins», Jochen Schildt, hingegen sieht in der Androhung eine «Groteske und gleichzeitig eine unglaubliche Einschränkung von Pressefreiheit».

Die Landesregierung warte nun auf eine schriftliche Bestätigung, dass das Landeswappen künftig nicht mehr verwendet werde, sagte der Sprecher. Nach Angaben Schildts hat das «Greenpeace Magazin» bisher nicht auf das Schreiben aus Stuttgart reagiert.

 Mehr Informationen:

Greenpeace Magazin

Staatsministerium Baden-Württemberg

 

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