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25 Jahre Gorleben: Standort für
zentrales Endlager weiter offen
Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) hat sich für ein zentrales Atommüll-Endlager
statt mehrerer Standorte ausgesprochen.
Gorleben/Berlin (dpa) - «Wir
sind der Auffassung, dass es die vernünftigste Lösung
ist, den Atommüll an einem und nicht an verschiedenen Standorten
in Deutschland unterzubringen», sagte er im DeutschlandRadio
zur Haltung der Bundesregierung. Noch könne aber niemand
sagen, wo ein zentrales Atommüll-Endlager sein werde, sagte
der Minister.
Anlass war der 25. Jahrestag
der Debatte um den Atomstandort Gorleben in Niedersachsen. Die
damalige CDU-geführte Landesregierung hatte am 22. Februar
1977 beschlossen, Gorleben als «vorläufigen Standort
eines möglichen Entsorgungszentrums für ausgebrannte
Kernbrennstoffe zu benennen». Gorleben wurde daraufhin zu
einem zentralen Schauplatz für Proteste der deutschen Umweltbewegung.
Trittin will nun den Bericht
des bundesweiten Arbeitskreises Endlager abwarten. Bis zum Jahresende
soll diese Arbeitsgruppe Kriterien für ein Endlager erarbeiten.
Dann wird über die Standortfrage entschieden.

© dpa
Vor 25 Jahren
waren Plakate in Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg
erste Protestzeichen der Bürgerinitiative gegen den
Bau der Atommülldeponie (Archivfoto vom 07.03.1977).
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Umweltorganisationen und Grüne
in Niedersachsen würdigten am Freitag den seit 25 Jahren
anhaltenden Widerstand gegen ein mögliches Endlager in Gorleben.
Die Grünen-Fraktionschefin im Landtag von Hannover, Rebecca
Harms, bekräftigte die Forderung nach einem alternativen
Standort.
Die Vorsitzende des niedersächsischen
Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Renate Backhaus,
warf der rot-grünen Bundesregierung vor, durch «den
so genannten Atomkonsens das Endlagerproblem weiter zu verschärfen».
Niedersachsens Umweltminister
Wolfgang Jüttner (SPD) äußerte sich - wie zuvor
Trittin - zufrieden über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes
vom Mittwoch. Das oberste Gericht hatte die Klage Bayerns gegen
den Erkundungsstopp im geplanten Atommüll- Endlager Gorleben
als unbegründet verworfen.
Damit könne die Endlager-Suche
weiterhin «nach rein wissenschaftlichen Kriterien fortgesetzt
werden», sagte Jüttner. Im Atomkonsens hatten Bundesregierung
und Stromwirtschaft vereinbart, die Erkundungen dort für
drei bis zehn Jahre auszusetzen.
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