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Gipfel in Johannesburg: Umweltverbände
drängen Bush zur Teilnahme
Mehr als 30 Umweltverbände
haben US-Präsident George W. Bush aufgerufen, sich stärker
für den Umweltschutz einzusetzen.
Washington (dpa) - Bush sollte
im August an der Rio-Nachfolgekonferenz in Johannesburg teilnehmen,
forderten die Umweltschützer in einem am Freitag veröffentlichten
Schreiben. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte, Bush
habe nicht die Absicht, an dem Treffen teilzunehmen.
Es gebe für den August auch
keine Pläne für andere Übersee-Reisen des Präsidenten.
Bush verbringe den August in der Regel auf seiner Farm in Texas.
Die Umweltschützer bemängelten,
internationale Abkommen zum Schutz der Umwelt würden nur
unzureichend eingehalten. Bush solle diese endlich im eigenen
Land umsetzen. Ein Beispiel sei das Protokoll der Klimakonferenz
in Kyoto, das von den USA ignoriert würde.
Heute hätten eine Milliarde
Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser, die Luftverschmutzung
nehme zu und drei Viertel der weltweiten Fischereizonen seien
so gut wie leer gefischt.
Zu den Umweltschützern,
die das Schreiben unterzeichnet haben, gehören unter anderem
Greenpeace, der Internationale Tierschutzfonds IFAW, der World
Wildlife Fund und zahlreiche Wissenschaftler. Der Gipfel in Johannesburg
soll vom 26. August bis zum 4. September stattfinden. Mehr als
100 Staats- und Regierungschefs werden erwartet.
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