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Weltbank-Aufruf: Entwicklungshilfe verdoppeln
Die Weltbank hat an die reichen
Nationen appelliert, ihre Entwicklungshilfe zur Bekämpfung
der Armut auf der Welt zu verdoppeln.
Washington (dpa) - Bis 2015 seien
jährlich zusätzliche 40 bis 60 Milliarden Dollar (46
bis 69 Milliarden Euro) nötig, hieß es in einer am
Mittwoch in Washington veröffentlichten Erklärung der
internationalen Finanzeinrichtung.
Nur durch eine Aufstockung der
Mittel und den Abbau unfairer Handelsbarrieren könnten die
so genannten «Millennium Goals» (Millennium-Ziele)
erreicht werden, auf die sich die Vereinten Nationen geeinigt
hätten.
Danach soll bis 2015 die «extreme
Armut» (Leben mit weniger als einem Dollar pro Tag) um die
Hälfte gesenkt und eine «substanzielle» Verbesserung
des Bildungs- sowie Gesundheitswesens in den Entwicklungsländern
erreicht werden. Zur Zeit liegen die jährlichen finanziellen
Hilfsleistungen bei 57 Milliarden Dollar.
Weltbank-Präsident James
Wolfensohn sagte, die benötigten Summen erschienen «einschüchternd,
aber die Aufwendungen könnten sich als eine der umwälzendsten
Investitionen erweisen, die die Weltgemeinschaft jeweils getätigt
hat».
Seit den Terroranschlägen
vom 11. September hätten sich ein starkes Gefühl globaler
Solidarität und die Überzeugung ausgebreitet, dass die
Armen der Welt eine bessere Gesundheitsfürsorge und Bildung
und insgesamt eine verheißungsvollere Zukunft brauchten.
«Diese globale Solidarität hat ihren Preis.»
Die Weltbank betonte zugleich,
dass in den Entwicklungsländern strukturelle Reformen nötig
seien, um die Wirksamkeit finanzieller Hilfe zu erhöhen.
Bliebe in dieser Hinsicht und bei der Höhe der Entwicklungshilfe
alles wie bisher, würden aller Wahrscheinlichkeit nach für
65 der ärmsten Länder die von den UN definierten Ziele
nicht erreicht.
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