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- 07.02.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UBA: Dauerhaft umweltgerechte Entwicklung in Deutschland möglich

Eine Weiterentwicklung der Ökosteuer zu einer umfassen- den ökologischen Finanzreform kann einer Studie zufolge wirksam zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen.

Berlin (dpa) - Zu diesem Ergebnis kommt eine bis 2030 angelegte Zukunftsstudie des Umweltbundesamts (UBA), die Präsident Andreas Troge und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Donnerstag in Berlin präsentierten. Trittin sagte, Deutschland wolle seine «Vorreiterrolle im Umweltschutz» weiter ausbauen. Die UBA-Studie entwickelt verschiedenen Szenarien zum Zustand der Umwelt im Jahr 2030.

Die Ökosteuer trage zur Verminderung des Energieverbrauchs bei, leiste einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und schaffe unter dem Strich zusätzliche Arbeitsplätze, heißt es in dem Bericht. Eine Fortführung und Weiterentwicklung sei «erforderlich».

Trotz politischer Weichenstellungen durch die rot-grüne Bundesregierung - Ökosteuer, Atomausstieg und Förderung erneuerbarer Energien - gehen laut UBA-Studie grundlegende Trends etwa im Verkehr aber noch in die falsche Richtung.

Zwar sei es gelungen, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Der Energieverbrauch, und damit der Kohlendioxid-Ausstoß, sei aber immer noch zu hoch. Zwischen 1990 und 2000 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um elf Prozent, während der Energieverbrauch um fünf Prozent sank. In der Studie wird das innerhalb der Bundesregierung umstrittene Ziel zu Grunde gelegt, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Im Verkehr konnten die CO2-Emissionen im Jahr 2000 erstmals im Vergleich zu 1990 um zwei Prozent gesenkt werden. «Keiner kann behaupten, das hätte ohne die Ökosteuer geklappt», erklärte Trittin. Troge sagte, eine Halbierung des Schadstoff- ausstoßes im Verkehr bis 2030 sei möglich, und zwar «nicht mit griesgrämigem Verzichtsgehabe, sondern mit technischen Veränderungen».

Verbrauchsarme Motoren sollten weiter entwickelt, aber auch die Innenstädte müssten belebt werden. Auch Grenzwerte für den CO2- Ausstoß, die kontinuierliche Anhebung der Mine- ralölsteuer und eine nach CO2 differenzierte Kraftfahrzeug- steuer seien denkbare Maßnahmen. Im Flugverkehr empfiehlt die Studie Emissionsabgaben.

Das Bundeskabinett will im Frühjahr eine nationale Nachhaltig- keitsstrategie verabschieden, die beim Weltgipfel für Nach- haltige Entwicklung in Johannesburg im August/September präsentiert werden soll.

Unter Nachhaltigkeit versteht man, natürliche Ressourcen so zu nutzen, dass künftige Generationen zumindest gleiche Start- bedingungen vorfinden. Soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Umweltschutz gehören dabei untrennbar zusammen.

 Mehr Informationen:

Bundesumwelt- ministerium

Umweltbundesamt

Kurzfassung der Sudie (PDF)

Dialog Nachhaltigkeit

DIE ZEIT: Umweltschutz: Die Wende steht noch aus

 

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