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Mosambik: AIDS schwächt Bildungssystem
Auf dem Umweg über das
Bildungssystem wird die Immunschwächekrankheit AIDS die Wirtschaft
Staates Mosambiks schwächen. Zu diesem Schluss kommt ein
amerikanischer Agrarökonom.
(jkm) - Ohnehin schon durch den
Verlust von physischer Arbeitskraft beeinträchtigt, drohe
der Wirtschaft des südost- afrikanischen Staates zusätzlich
ein dramatischer Mangel an intellektueller Kapazität.
"Je nach Region Mosambiks
sind 6 bis 20 Prozent der Erwach- senen HIV-positiv", so
Arndt Channing von der Purdue Univer- sity in West Lafayette.
In Mosambik gebe es mindestens eine Million HIV-Infizierte.
Dies bedeute, dass auch zahlreiche
Lehrer oder Schulange- stellte an AIDS sterben würden. Zudem
könnten viele Schüler nicht mehr zur Schule gehen, weil
sie sich um erkrankte Verwandte kümmern oder deren Arbeit
übernehmen müssten.
Ein kurze Störung des Bildungssystems
hätte kaum Auswirkun- gen auf den Bildungsstand der Bevölkerung,
schreibt Arndt in seinem Bericht für die Weltbank. Da zwischen
der HIV-Infektion und dem Tod durch AIDS aber rund ein Jahrzehnt
vergehe, breche das Schulsystem langfristig ein - mit fatalen
Folgen für das Bildungsniveau und letztlich für die
Wirtschaft.
Im Jahr 2010 werde die Wirtschaft
des Landes zwischen 16 und 23 Prozent schwächer sein als
sie es ohne HIV und AIDS wäre, schätzt Arndt. Das Bruttoinlandsprodukt
werde um bis zu ein Prozent fallen. Neben Maßnahmen zur
Bekämpfung der Krankheit solle Mosambik daher vor allem sein
Bildungssystem stützen, fordert Arndt.
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