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- 04.02.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

Studie: Deutschland bekommt schlechte Noten für Umweltverträglichkeit

Deutschland schneidet bei einem neuen Umweltverträg- lichkeitsindex des Weltwirtschaftsforums schlecht ab und landet nur im Mittelfeld - hinter den USA und Weißruss- land.

New York (dpa) - Nach der Studie, die bei der Jahrestagung des Forums (WEF) am Montag in New York veröffentlicht wurde, landete Deutschland auf dem 54. von 142 Plätzen - noch hinter den USA, Weißrussland und der Zentralafrikanischen Republik. Auf den ersten Plätzen liegen Finnland, Norwegen, Schweden, Kanada und die Schweiz.

Der Index bewertet den Einsatz eines Landes zum Schutz der Umwelt auf einer Skala von Null bis 100. Finnland erreichte 73,7 Punkte, die Zentralafrikanische Republik 54,1 und Deutschland 52,1 Punkte.

«Je höher die Punktzahl, desto besser ist das Land platziert, um auch in Zukunft positive Umweltbedingungen zu erhalten», heißt es in der Studie. Der Index bewertet 68 Variablen, darunter unter anderem die vorhandenen Umweltgesetze, die Anstrengungen zur Reduzierung von Umweltbelastungen und den Einsatz für internationale Umweltprobleme.

Besonders schlecht wurde Deutschland etwa danach beurteilt, wie viel Stress die deutsche Gesellschaft und ihre Lebensweise der Umwelt zufügt. Dabei wurde etwa der Einsatz von Chemika- lien in der Landwirtschaft, die Zahl der bedrohten Tierarten und die Geburtenrate berücksichtigt. Noch schlechter schnitten in diesem Bereich etwa die Niederlande, Südkorea, Großbritannien und Belgien ab. Den ersten Platz nahm Weißrussland ein.

Die deutschen Umweltinstitutionen erhielten dagegen gute Noten. Bei der Beurteilung etwa der Expertise im Umgang mit Umweltproblemen und der Energieeffizienz landete Deutschland auf Platz 11.

Im Einsatz für weltweite Umweltprobleme kam Deutschland dagegen nur ins hintere Mittelfeld (Platz 87 von 142). Der erste Platz wurde Uganda zuerkannt.

Bei diesem Indikator untersuchten die Autoren der Studie etwa die Anzahl der Mitgliedschaften in internationalen Umwelt- organisationen, die CO2-Emissionen pro Kopf und den Fischverbrauch der Bevölkerung.

 Mehr Informationen:

World Economic Forum

Porto Alegre 2002

Weltsozialforum

vista verde: Globalisierung

 

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