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Kyoto-Protokoll: Breite Mehrheit für
rasche Ratifizierung
Mit breiter Mehrheit hat sich
der Bundestag dafür aus- gesprochen, das Kyoto-Protokoll
zur Reduzierung der Treibhausgase möglichst schnell zu ratifizieren.
Berlin (dpa) - Bundesumweltminister
Jürgen Trittin (Grüne) bekräftigte am Donnerstagabend
vor dem Plenum sein Ziel, dass das Dokument noch vor dem Weltklimagipfel
im September in Johannesburg in Kraft tritt.
Union und FDP kritisierten in
diesem Zusammenhang allerdings die fehlenden Voraussetzungen in
Deutschland für den Emissionshandel.
Damit das Kyoto-Protokoll in
Kraft treten kann, müssen es mindestens 55 Staaten ratifiziert
haben, auf die 1990 min- destens 55 Prozent des Kohlendioxidausstoßes
der Industrie- länder entfielen. Damit verpflichten sich
die Industrieländer, die wichtigsten Treibhausgase bis 2012
im Vergleich zu 1990 um durchschnittlich 5,2 Prozent zu vermindern.
Handel mit Emissionsrechten
kritisiert
Im Protokoll ist auch der Handel
mit so genannten Emissions- rechten vorgesehen. Dabei kann ein
Land von einem anderen Zertifikate kaufen, um so seine eigenen
Verpflichtungen zur CO2-Reduzierung zu verringern.
Diese Möglichkeit kritisierte
die umweltpolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Eva Bulling-Schröter,
in der Debatte als «Schlupfloch».
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