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Wieczorek-Zeul: Entwicklungshilfe ausweiten
Entwicklungshilfeministerin
Heidemarie Wieczorek-Zeul will eine massive Ausweitung der deutschen
Entwick- lungshilfe-Leistungen durchsetzen.
Berlin (dpa) - In einem Interview
der «Rheinischen Post» sagte sie, seit den Terroranschlägen
vom 11. September spürten die Menschen: «Entweder tragen
wir dazu bei, menschliche Sicherheit in alle Regionen der Welt
zu bringen, oder die Unsicherheit kommt zu uns».
Die Ministerin unterstrich: «Wir
müssen die Bekämpfung des Terrorismus verbinden mit
einer Koalition zur Bekämpfung von Armut.» Armut sei
eine der Brutstätten zur Mobilisierung von Terrorismus.
Die SPD-Politikerin bekräftigte,
sie wolle die Vorgaben der Vereinten Nationen, wonach Industriestaaten
0,7 Prozent ihres Bruttosozialproduktes für Entwicklungshilfe
aufwenden sollen, durch ein «Modell mit Zwischenstufen»
erreichen. Derzeit schafft die Bundesrepublik Deutschland nur
eine Quote von 0,27 Prozent des Bruttosozialproduktes.
Wieczorek-Zeul verwies auf das
Beispiel Großbritanniens, das seine Aufwendungen bis zum
Jahr 2003 von 0,23 auf 0,33 Prozent steigern wolle. «Ich
halte eine Zwischenstufe von 0,35 Prozent für denkbar, damit
wären wir bei der Hälfte des UN-Ziels», erklärte
die Ministerin.
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