Internet-Anhörung der EU zur Artenvielfalt
Die EU-Kommission hat eine Internet-Anhörung
für den Schutz der biologischen Vielfalt gestartet. Sowohl
Experten als auch die breite Öffentlichkeit können sich
an der Konsultation beteiligen.
(vv) - Die Europäische
Kommission hat eine achtwöchige Internet-Anhörung
für den Schutz der biologischen Vielfalt gestartet. Ziel
sei es, den Verlust an Artenvielfalt in der Europäischen
Union bis 2010 zu stoppen. Dazu sammelt die EU die Ansichten sowohl
von Sachverständigen als auch der breiten Öffentlichkeit
zur EU-Politik auf diesem Gebiet.
Zurzeit nehmen die so genannte Biodiversität und die Leistungen
der Ökosysteme sowohl in der EU als auch weltweit ab, teilte
die Kommission am Montag in Brüssel mit. So habe Europa seit
den 50er Jahren über die Hälfte seiner Feuchtgebiete
und den größten Teil seiner ehemals artenreichen landwirtschaftlichen
Flächen verloren. In der EU seien mittlerweile 335 Wirbeltierarten
vom Aussterben bedroht. Auch etwa 800 Pflanzenarten sind in Gefahr.
Zum Erhalt der biologischen Vielfalt verabschiedete die EU in
den Jahren 1998 und 2001 eine Strategie und Aktionspläne.
Daraufhin verpflichteten sich die Staats- und Regierungschefs
der EU, den Verlust der biologischen Vielfalt in der EU bis 2010
zu stoppen. Bislang habe es gute Fortschritte gegeben, so die
Kommission. Dennoch seien die Verluste noch immer zu hoch. Die
Kommission erarbeite deshalb aktuell eine Mitteilung, die auch
über 2010 hinausblicke. In diese Mitteilung sollen auch die
Ergebnisse der Internet-Anhörung einfließen.
Hinsichtlich der Beziehungen der EU mit anderen Ländern
geht es unter anderem um die Frage, inwieweit die biologische
Vielfalt durch Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit zu
stützen wäre und um die Auswirkungen des internationalen
Handels. Noch bis zum 6. Februar 2006 können Sachverständige
und interessierte Bürger ihre Ansichten zum Thema darlegen,
indem sie einen Internet-Fragebogen
beantworten.
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