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- 23.11.2005 -

 

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Deutschland will Wale besser schützen

Auf der UN-Konferenz zu wandernden Tierarten in Nairobi setzt sich Deutschland für einen besseren Schutz der Wale ein. Weitere Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels und die Gefahren der Vogelgrippe.

(vv) - Die Auswirkungen von Klimaänderungen auf wandernde Tierarten und die Gefahren der Vogelgrippe für Mensch und Natur sind herausgehobene Themen der UN-Konferenz zu wandernden Tierarten, die vom 19. bis 25. November in Nairobi stattfindet. Deutschland will sich auf der Konferenz besonders für einen besseren Schutz der Wale einsetzen, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) mit. Nicht nur der Walfang gefährde die Tiere, der Mensch mache ihnen das Überleben auch durch andere Faktoren schwer. "Die Klimaveränderung wird auf der Südhalbkugel eine Nahrungsverknappung zur Folge haben, weil der Krill, die wichtigste Nahrung in antarktischen Gewässern, stark zurückgehen dürfte", sagte der deutsche Delegationsleiter Jochen Flasbarth, Abteilungsleiter für Naturschutz im BMU.

 


© NOAA

Buckelwale: Fischerei, Meeresverschmutzung, Lärm und Klimawandel machen den Walen zu schaffen.

 

Ein anderes Problem sei der so genannte Beifang - das unbeabsichtigte Fangen von Meerestieren in der Fischerei: Jedes Jahr sterben laut BMU etwa 300.000 Wale und Delfine in Fischernetzen. Zu viele Wale kämen zudem um, weil sie von Schiffen angefahren würden. Auch der zunehmende Unterwasserlärm bedrohe die Wale und Delfine: Wenn die sensiblen Ohren der Meeressäuger durch menschliche Aktivitäten geschädigt werden, verlieren sie die Orientierung und den Kontakt zu Artgenossen.

Seismische Untersuchungen und der Einsatz von Sonaren (Echoloten) könnten zum Tod von Walen führen, die dann an die Strände gespült würden. Auch die wachsende Umweltverschmutzung und die Überfischung würden die Ernährungsbasis für die Meeressäuger stetig verschlechtern. Viele Wal- und Delfinarten sind akut bedroht, warnte das BMU.

Deutschland habe zusammen mit der Europäischen Union bei der Konferenz eine Resolution eingebracht, um die Umweltbedingungen für die Wale zu verbessern. Weitere Resolutionen, die Deutschland unterstützt, sollen den weltweiten Schutz von Zugvögeln, Stören, nordafrikanischen Gazellen, Meeresschildkröten und vielen anderen Tierarten verbessern.

Die "Konvention zum Schutz wandernder wild lebender Tierarten" - die so genannte Bonner Konvention - wurde 1979 in Bonn unterzeichnet. Sie ist eine der UN-Umweltkonventionen, die ihren Sitz am deutschen UN-Standort in Bonn haben und dem Erhalt der biologischen Vielfalt dienen.

 

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 Mehr Informationen:

CMS-Konferenz in Nairobi (engl.)

Über die Konvention zum Schutz wandernder wild lebender Tierarten (CMS)

WWF: Schutz der Wale

Greenpeace: Wale und Delfine


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