vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   N a t u r  &  A r t e n s c h u t z


- 21.11.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Klimawandel bedroht Fischerei

Steigende Wassertemperaturen durch den Klimawandel machen den Fischbeständen in aller Welt zunehmend zu schaffen.

(vv) - Ein neuer Report der Umweltstiftung WWF zeigt, dass steigende Wassertemperaturen sowohl in den Ozeanen als auch in Flüssen und Seen die Fischbestände gefährden. Der Sauerstoffgehalt vieler Gewässer nehme stark ab, so dass insbesondere Süßwasserarten immer häufiger nach Luft schnappen müssen. Ein schlechteres Nahrungsangebot, vermindertes Wachstum und weniger Nachkommen seien die Folgen. Zudem bringe der Klimawandel die Nahrungskette erheblich durcheinander.

„Wärmeres Wasser ist eine zusätzliche Belastung für viele Fischbestände“, erläutert Stefanie Schmidt, Fischereireferentin beim WWF Deutschland. Der geringere Sauerstoffgehalt des Wassers und ein schlechteres Nahrungsangebot führten zu großen Problemen. Einige Fischarten würdne nur dann laichen, wenn die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau sinke. Bei anderen Fischen nehme die Fortpflanzungsrate mit steigender Wassertemperatur erheblich ab.

Kälte liebende Arten wandern nach Norden

Überdies führe die Erwärmung zu einer Artenverschiebung in Richtung der Pole. Kälte liebende Arten wie Seehecht oder Kabeljau versuchen, in kältere Gefilde zu flüchten und Fischarten aus wärmeren Gewässern dringen weiter in Richtung Norden vor. Wenn sie sich in den neuen Gewässern durchsetzen, verändern die Neuankömmlinge das ökologische Gefüge, was zu einer Verdrängung heimischer Arten führen könne. Gelinge die Neubesiedelung hingegen nicht, könne dies für die Wärmeflüchtlinge das Aus bedeuten, insbesondere wenn es sich um Bestände handele, die durch die Fischerei stark dezimiert seien.

Erhebliche wirtschaftliche Probleme

Der Report verdeutliche, dass der Klimawandel nicht nur einen zusätzlichen „Stressfaktor“ für die ohnehin von Meeresverschmutzung und Überfischung gebeutelten Fischbestände darstelle, sondern zudem erhebliche wirtschaftliche Probleme verursache, so der WWF. Der weltweite Fischhandel habe inzwischen ein Volumen von rund 130 Milliarden US-Dollar im Jahr erreicht. Der Sektor zähle mehr 200 Millionen Beschäftigte. Überdies stelle Fisch für einen Großteil der Menschheit die wichtigste Eiweißquelle dar.

Die Naturschutzorganisation fordert von den Regierungen Emissionsreduktionen, die eine durchschnittliche Temperaturerhöhung auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten begrenzt. Erste Schritte auf diesem Weg müssten bei der bevorstehenden Klimakonferenz in Montreal gegangen werden.

 

 Seite druckenSeite drucken

 Hinweis versenden


© ArtToday

Fisch stellt für einen Großteil der Menschheit die wichtigste Eiweißquelle dar.


 Mehr Informationen:

WWF-Studien

 

 Lesen Sie auch:

Klimawandel bedroht Artenvielfalt

Profitieren Korallenriffe vom Klimawandel?

Wärmeres Meer schadet Papageientauchern

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung