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- 29.10.2005 -

 

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Deutlich weniger Weißstörche in Nord- und Ostdeutschland

Nach Beobachtungen des NABU gab es in diesem Jahr in Nord- und Ostdeutschland deutlich weniger Störche als im Vorjahr. Im Westen und Süden sah das Storchenjahr hingegen gut aus.

(vv) - Nach Beobachtungen des Naturschutzbundes NABU gab es in diesem Jahr deutlich weniger Störche in Nord- und Ostdeutschland als im Vorjahr. Nach einer ersten Bilanz wurden zwischen 15 und 30 Prozent weniger Weißstörche gezählt. Die NABU-Experten sprechen "vom schlechtesten Storchenjahr seit mehr als zehn Jahren".

"Das Jahr 2005 war ein extremes 'Störungsjahr' für den Weißstorch im ganzen östlichen Europa", sagte Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. In solchen Jahren nimmt die Zahl der brütenden Störche stark ab und viele Vögel kommen verspätet aus Afrika zurück. Dadurch verzögert sich die Brut und es werden weniger Junge aufgezogen.

Nahrung in Ostafrika knapp

"Aus Sachsen-Anhalt haben in diesem Sommer nur halb so viele Jungstörche den Weg nach Afrika angetreten als sonst üblich", so Kaatz. So bezogen zum Beispiel in Sachsen-Anhalt nur 485 Paare ihre Nester. Im Vorjahr waren es noch 572 Paare. In Schleswig-Holstein wurden sogar nur 170 Paare gezählt. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Weißstorchzählungen im nördlichsten Bundesland im Jahr 1907.

Als Ursache für dieses Phänomen nennen die NABU-Storchenexperten die schlechten Bedingungen in den Winterquartieren der Großvögel, wie eine anhaltende Trockenperiode mit wenig Regen in Teilen Ostafrikas und somit knapper Nahrung für Adebar. Außerdem habe eine Schlechtwetterperiode Anfang April in der Türkei und Südosteuropa den Heimzug der Störche verzögert.

Guter Bruterfolg im Westen und Süden Deutschlands

Im westlichen Deutschland war die Situation für den Weißstorch dagegen sehr viel besser. In Bayern und Rheinland-Pfalz brüteten fast genau so viele Störche wie im Vorjahr - ihr Bruterfolg war vergleichsweise gut. Die westlich brütenden Störche überwintern aber in Westafrika und Spanien. Und da war die Situation erheblich günstiger als in Ostafrika.

Aber auch für die Zukunft der nord- und ostdeutschen Störche, die sich inzwischen in ihren afrikanischen Winterquartieren befinden, sind die NABU-Experten zuversichtlich. "Solche Jahre kommen immer wieder mal vor und sollten unter günstigen Bedingungen in einigen Jahren wieder ausgeglichen werden", so Kaatz.

 

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© ArtToday

In diesem Jahr gab es in Nord- und Ostdeutschland deutlich weniger Störche als im Vorjahr.


 Mehr Informationen:

NABU

 

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NABU zählt alle Weißstörche

 

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