Gefahr von Wildunfällen steigt
Im winterlichen Berufsverkehr steigt die Gefahr
von Wildunfällen, warnt die Deutsche Wildtier Stiftung. Autofahrer
finden in einer kostenlosen Broschüre Tipps und Informationen.
(vv) - Wenn im Winter die Abenddämmerung wieder früher
einsetzt, steigt die Gefahr von Wildunfällen im Berufsverkehr
stark an. Hauptsächlich die Suche nach Futter treibt morgens
und abends die dämmerungsaktiven Wildtiere zu Wanderungen durch
ihre von Straßen zerschnittenen Reviere. Nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes kamen 2004 bei Wildunfällen 15 Menschen
ums Leben, insgesamt verunglückten 3.063. Jedoch dürfte
die Dunkelziffer wesentlich höher liegen. Bei Verkehrsunfällen
verenden jährlich eine halbe Million Wildtiere, teilte die
Deutsche
Wildtier Stiftung in Hamburg mit. Überwiegend Reh-, Rot-
und Dammwild, aber auch Fuchs, Marder, verschiedene Greifvögel
und auch Fischotter sterben auf der Straße. Die Stiftung hat
deshalb eine kostenlose Broschüre herausgebracht, in der Autofahrer
Informationen und Tipps finden, um Wildunfälle zu vermeiden.
Wildwechsel-Schilder beachten
Typische Wildwechselgebiete liegen in Wald- und Feldzonen und
sind durch Wildwechselschilder gekennzeichnet. Autofahrer sollten
diese Schilder ernst nehmen, ihre Fahrgeschwindigkeit drosseln
(maximal 80 km/h) und vor allem vorausschauend fahren, rät
die Stiftung. Wenn ein Tier am Straßenrand erscheint, ist
dies oft ein Indiz, dass weitere folgen werden, da viele Wildtiere
in Gruppen leben. In diesem Fall rät Sven Holst, Geschäftsführer
der Deutschen Wildtier Stiftung, "die Fahrgeschwindigkeit
mit Rücksicht auf die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu
reduzieren, mehrmals zu hupen und gegebenenfalls von Fern- auf
Abblendlicht zu schalten, damit die Tiere nicht die Orientierung
verlieren".
Verhalten bei einem Unfall
Falls es zu einem Unfall kommt, muss die Unfallstelle umgehend
mit Warndreieck und Warnblinkanlage gesichert werden, um weiteren
Schaden zu verhindern. Ist das Tier verletzt, sollte man sich
rücksichtsvoll verhalten, da es unter Stress steht und sich
aggressiv verhalten kann. Es ist sinnvoll die Polizei einzuschalten,
die den Unfall, auch für die Versicherung, protokolliert,
rät die Stiftung. Getötetes Wild darf nur mitgenommen
werden, um es beim Jagdpächter oder der nächsten Polizeidienststelle
abzugeben.
Diese und weitere Tipps sind in der Broschüre "Vorsicht
Wildwechsel" zusammengefasst. Sie kann kostenlos bei der
Deutschen
Wildtier Stiftung angefordert werden.
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