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- 25.10.2005 -

 

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Gefahr von Wildunfällen steigt

Im winterlichen Berufsverkehr steigt die Gefahr von Wildunfällen, warnt die Deutsche Wildtier Stiftung. Autofahrer finden in einer kostenlosen Broschüre Tipps und Informationen.

(vv) - Wenn im Winter die Abenddämmerung wieder früher einsetzt, steigt die Gefahr von Wildunfällen im Berufsverkehr stark an. Hauptsächlich die Suche nach Futter treibt morgens und abends die dämmerungsaktiven Wildtiere zu Wanderungen durch ihre von Straßen zerschnittenen Reviere. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 2004 bei Wildunfällen 15 Menschen ums Leben, insgesamt verunglückten 3.063. Jedoch dürfte die Dunkelziffer wesentlich höher liegen. Bei Verkehrsunfällen verenden jährlich eine halbe Million Wildtiere, teilte die Deutsche Wildtier Stiftung in Hamburg mit. Überwiegend Reh-, Rot- und Dammwild, aber auch Fuchs, Marder, verschiedene Greifvögel und auch Fischotter sterben auf der Straße. Die Stiftung hat deshalb eine kostenlose Broschüre herausgebracht, in der Autofahrer Informationen und Tipps finden, um Wildunfälle zu vermeiden.

Wildwechsel-Schilder beachten

Typische Wildwechselgebiete liegen in Wald- und Feldzonen und sind durch Wildwechselschilder gekennzeichnet. Autofahrer sollten diese Schilder ernst nehmen, ihre Fahrgeschwindigkeit drosseln (maximal 80 km/h) und vor allem vorausschauend fahren, rät die Stiftung. Wenn ein Tier am Straßenrand erscheint, ist dies oft ein Indiz, dass weitere folgen werden, da viele Wildtiere in Gruppen leben. In diesem Fall rät Sven Holst, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, "die Fahrgeschwindigkeit mit Rücksicht auf die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu reduzieren, mehrmals zu hupen und gegebenenfalls von Fern- auf Abblendlicht zu schalten, damit die Tiere nicht die Orientierung verlieren".

Verhalten bei einem Unfall

Falls es zu einem Unfall kommt, muss die Unfallstelle umgehend mit Warndreieck und Warnblinkanlage gesichert werden, um weiteren Schaden zu verhindern. Ist das Tier verletzt, sollte man sich rücksichtsvoll verhalten, da es unter Stress steht und sich aggressiv verhalten kann. Es ist sinnvoll die Polizei einzuschalten, die den Unfall, auch für die Versicherung, protokolliert, rät die Stiftung. Getötetes Wild darf nur mitgenommen werden, um es beim Jagdpächter oder der nächsten Polizeidienststelle abzugeben.

Diese und weitere Tipps sind in der Broschüre "Vorsicht Wildwechsel" zusammengefasst. Sie kann kostenlos bei der Deutschen Wildtier Stiftung angefordert werden.

 

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© ArtToday

Im winterlichen Berufsverkehr steigt die Gefahr von Wildunfällen.

 

 Mehr Informationen:

Deutsche Wildtier Stiftung: Broschüre "Vorsicht Wildwechsel" kann kostenlos angefordert werden

 

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