Schwarzpappel ist Baum des Jahres
Die vom Aussterben bedrohte Schwarzpappel ist
der Baum des Jahres 2006. Vor allem die Rodung von Flussauen und
die Absenkung des Grundwassers zerstören den Lebensraum des
imposanten Baumes.
(vv) - Die Schwarzpappel ist der Baum des Jahres 2006. Dies teilte
das Kuratorium Baum des Jahres am Donnerstag in Berlin mit. Die
Europäische Schwarzpappel (Populus nigra) sei inzwischen
so selten geworden, dass sie in den Roten Listen bedrohter Pflanzenarten
stehe. Vor allem Grundwasserabsenkungen und die Rodung natürlicher
Flussauen sowie die vermehrte Verwendung von anderen, noch rascher
wachsenden, nicht heimischen Pappelarten oder die Kreuzung mit
ihnen machen dem Baum zu schaffen. Ältere, echte Schwarzpappeln
seien deshalb schon eine kleine Sensation. In Deutschland sind
laut Kuratorium nicht mehr als 3000 Altbäume sicher identifiziert.
Die Schwarzpappel gehört zur Familie der Weidengewächse
und verdankt ihren Namen der dunklen Baumrinde. Der Baum mit einem
Stammdurchmesser von über 2 m und Höhen bis zu 35 m
kommt in Deutschland nur noch in Restbeständen vor allem
am Rhein, an der Elbe und an der Oder vor. Die Schwarzpappel,
die 100 bis 150, selten auch 300 Jahre alt werden kann, ist ein
typischer Pionierbaum an Flüssen und benötigt Standorte
wie z.B. Kies- und Sandbänke.
In Mitteleuropa sind außer der Schwarzpappel nur noch die
Silberpappel und die Zitterpappel (Espe, Aspe) heimisch, teilte
die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit. Außerdem kommen
noch natürliche Kreuzungen zwischen der Silber- und Zitterpappel,
die sogenannten Graupappeln vor. Mit ihrer dunkelgrauen bis schwarzen
Rinde und ihren rhombisch bis rhombisch-eiförmig Blättern
lässt sich die heimische Schwarzpappel nur schwer von der
amerikanischen Schwarzpappel und Kreuzungen zwischen dieser und
der heimischen Schwarzpappel, die in Europa seit dem 17. Jahrhundert
angepflanzt werden, unterscheiden.
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