vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   N a t u r  &  A r t e n s c h u t z


- 09.08.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Sender helfen bei Erforschung von Zwergelefanten

Satellitensender sollen bei der Erforschung von Zwergelefanten auf der südostasiatischen Insel Borneo helfen.

(vv) - Das bisher unbekannte Leben der kleinsten Elefanten der Welt will die Umweltstiftung WWF erforschen. Dazu wurden fünf Borneo-Zwergelefanten mit Satelliten-Sendern ausgestattet. Mit deren Hilfe sollen unter anderem die Wanderwege der Elefanten beobachtet werden.

Die Borneo-Elefanten sind mit einer Größe von drei Metern und einem Gewicht bis zu 4500 Kilogramm deutlich kleiner und leichter als zum Beispiel afrikanische Elefanten. Mit etwa 2.000 Tieren steht der Borneo-Zwergelefant nach Angaben der WWF vor dem Aussterben. Die nur auf der südostasiatischen Insel vorkommende Unterart des asiatischen Elefanten sei durch massive Rodung der Regenwälder für Ölpalm-Plantagen gefährdet.

 


© WWF / Cede Prudente

Zwergelefanten: Mutter und Kalb (in Sabah/Borneo)

 

Weitgehend unerforscht

„Anders als seine größeren Verwandten ist der Borneo-Zwergelefant noch immer ein weitgehend rätselhaftes und unerforschtes Tier. Wir wollen herausfinden, wie groß sein Streifgebiet ist, wie seine Wanderwege aussehen, wie oft er Nachwuchs bekommt und wie viele Elefanten es tatsächlich noch gibt“, erläuterte WWF-Artenschützer Stefan Ziegler das auf fünf Jahre angelegte Projekt im malaysischen Bundesstaat Sabah. So bekomme der WWF wertvolle Informationen für die Ausweisung neuer Schutzgebiete.

Die Lage der Zwergelefanten ist laut WWF dramatisch. Am Kinabatangan-Fluss, einem der längsten Ströme Borneos, blieiben den Tieren nur noch kleine Waldinseln in einem Meer von Plantagen. Die Umwandlung in Ölpalmen-Felder sei die größte Gefahr für die Wälder Borneos. Bis heute mussten hier nach Angaben des WWF 1,6 Millionen Hektar Regenwald weichen.

Weil der Lebensraum zu klein ist und die Nahrung für die Dickhäuter knapp wird, dringen die Elefanten häufig in die Plantagen ein, wo sie die Früchte und Blätter der Ölpalmen fressen. In der Folge würden immer wieder Tiere getötet. Der WWF will deshalb entlang des Kinabatangan-Flusses ein durch Korridore verbundenes Netz aus Schutzgebieten schaffen, um das Überleben der Elefanten zu sichern. Zudem sollen Modelle zur Vermeidung von Mensch-Elefant-Konflikten entwickelt werden.

 

 Seite druckenSeite drucken

 Hinweis versenden

 Mehr Informationen:

Umweltstiftung WWF

 

 Lesen Sie auch:

Elefanten bandeln mit Lastern an

Wer Elefanten versteht, kann Ernteschäden verhindern

Viel Getöse, viele Elefanten

Abschreckung: Chili gegen Elefanten

 

 

 Werbung

 

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung