Wildtiere vor dem Tod beim Mähen schützen
Gegen den massenhaften Tod von Wildtieren beim
Mähen von Wiesen protestierte die Deutsche Wildtier Stiftung
bei Landwirtschaftsministerin Künast.
(vv) - Im Rahmen ihrer Kampagne "Stoppt den Mähtod"
überreichte die Deutsche Wildtier Stiftung am Mittwoch in
Berlin rund 10.000 Protestkarten an Landwirtschaftsministerin
Renate Künast (Grüne). Die Stiftung setzt sich mit ihrer
Aktion für mehr Schutz von Wildtieren bei der Grünlandbewirtschaftung
ein. Jährlich würden mehr als 500.000 Wildtiere bei
der Mahd von Wiesen schwer verletzt oder getötet. Darunter
befänden sich viele in ihrem Bestand bedrohte Wiesenbrüter
wie zum Beispiel der Kiebitz. Auch zahlreiche Junghasen und etwa
90.000 Rehkitze fallen nach Angaben der Stiftung jedes Jahr den
Klingen der Mähwerke zum Opfer.

© Deutsche Wildtier Stiftung
"Im Rahmen der Kampagne "Stoppt
den Mähtod" überreichte Hilmar Freiherr
v. Münchhausen (l), Geschäftsführer der
Deutschen Wildtier Stiftung Protestpostkarten an Landwirtschaftsministerin
Renate Künast.
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Naturschutzleistungen der Landwirte honorieren
"Die Agrarpolitik muss endlich handeln und einen höheren
Anteil der Agrarausgaben an der Schnittstelle von Landwirtschaft
und Naturschutz einsetzten", so Hilmar Freiherr v. Münchhausen,
Geschäftsführer der Stiftung. In Deutschland würden
fast sechs Milliarden Euro für "klassische" EU-Agrarsubventionen
ausgegeben. Doch lediglich rund 760 Millionen Euro flössen
jährlich in die Agrarumweltprogramme, die Landwirte für
freiwillig erbrachte Naturschutzleistungen honorierten.
Im Rahmen ihrer Kampagne setzt sich die Stiftung daher für
eine wildtierfreundlichere Agrarpolitik ein. Sie fordert, dass
die Naturschutzleistungen der Bauern bei der Agrarförderung
stärker berücksichtigt werden. Um Wildtieren wirkungsvoll
zu helfen, müsse auf mindestens 25 Prozent der Grünlandfläche
die erste Mahd auf den Zeitraum nach der Jungtieraufzucht verschoben
werden.
Die Stiftung setzt dabei auf die Kooperation mit den Landwirten
und hat in einem Praxisratgeber Tipps für eine wildtierfreundlichere
Grünlandbewirtschaftung zusammengefasst. Der Ratgeber kann
kostenlos über www.DeutscheWildtierStiftung.de bezogen werden.
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