"Tag der Artenvielfalt": Natur vor der Haustür
entdecken
Letztes Jahr haben europaweit über 10.000
Menschen am "GEO-Tag der Artenvielfalt" teilgenommen,
am 11. Juni wird nun die Bestandsaufnahme der heimischen Natur
fortgesetzt.
(vv) - Wie steht es um die Natur in Deutschland, wie viel Leben
birgt das Grün vor der Haustür? Diesen Fragen wird das
Hamburger Reportagemagazin "Geo" zusammen mit der Deutschen
Umwelthilfe im Rahmen des 7. "GEO-Tags der Artenvielfalt"
nachgehen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin übernimmt
in diesem Jahr die Schirmherrschaft.
Die Hauptaktion findet am 11. Juni statt - diesmal nehmen rund
80 Experten unter dem Motto "Natur in der Stadt" die
ökologische Qualität des Berliner Tiergartens unter
die Lupe. Parallel zu den Aktivitäten in Berlin wird am selben
Tag auch New York Schauplatz eines Tags der Artenvielfalt sein.
Größte Feldforschungsaktion Mitteleuropas
Der "Tag der Artenvielfalt" wurde von "Geo"
1999 ins Leben gerufen und hat sich mit über 10.000 Teilnehmern
im Jahr 2004 in den Schwerpunktländern Deutschland, Österreich
und Schweiz zur "größten Feldforschungsaktion
Mitteleuropas" entwickelt. Ziel des Projektes ist es, neben
Experten auch natur-interessierte Laien allen Alters für
den heimischen Artenreichtum zu begeistern, und so das Verständnis
der Menschen für ökologische Zusammenhänge und
Veränderungen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu fördern.
Dabei sollen in einer 24-Stunden-Aktion in einem begrenzten Gebiet
eine Maximalzahl von Tieren und Pflanzen identifiziert werden.
Damit soll gezeigt werden, dass es Vielfalt auch vor der eigenen
Haustür zu entdecken gibt. Ziel sei es nicht, Rekorde zu
brechen, so "Geo". Die Erlebnisse zählten mehr
als die Ergebnisse. Es gehe darum, den Blick für den Artenreichtum
im eigenen Umfeld zu schärfen und die faszinierenden Lebensformen,
die sich in unserer Nähe verbergen, neu zu entdecken.
Starkes Interesse an Biodiversität
Interessenten können eigene Projekte in ihrer Region initiieren
und durchführen. Unter www.geo.de/artenvielfalt sind bereits
über 250 Veranstaltungen und Kontaktadressen aufgeführt.
Nach Postleitzahlen geordnet lässt sich so recherchieren,
welche Aktionen in der Nähe geplant sind.
Projektleiter Tom Müller: "Wir sind jedes Jahr beeindruckt,
mit welch vielseitigen Aktionen und wie enthusiastisch die Teilnehmer
an den Start gehen. Die Bandbreite der Teilnehmer reicht von Expertengruppen
in Naturschutzverbänden, Universitäten und Behörden
bis zu interessierten Laien in Kindergärten, Schulklassen,
Aktionsgemeinschaften oder Einzelpersonen. Das zeigt, wie ausgeprägt
das Interesse an einem ökologischen Thema wie Biodiversität
ist."
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