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- 21.04.2005 -

 

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SMS vom Luchs

Für ein Forschungsprojekt im Nationalpark Bayerischer Wald wurden weltweit erstmalig GPS-Halsbänder an Luchsen eingesetzt.

(vv) - Im Nationalpark Bayerischer Wald wurde Anfang März ein wilder Luchs gefangen, mit einem Halsband mit der Satellitennavigationstechnik GPS versehen und wieder freigelassen. Die weltweit erstmalig an Luchsen eingesetzte Technik mit GPS-Halsbändern funktioniere zuverlässig und liefere neue Erkenntnisse über deren Revierverhalten, berichtete das bayerische Umweltministerium am Donnerstag in München. Die Luchs-Forscher erhalten mehrmals täglich die aktuellen Aufenthaltsorte des Luchses per SMS mit einer Genauigkeit von zirka 10 Metern. Bis zu 20 Kilometer legte der Luchs an einem Stück zurück, und das nicht nur nachts wie ursprünglich vermutet, sondern auch tagsüber.

Jäger und Beute: Auch Rehe erhalten Sender

Der Luchs und seine Verbreitung sowie seine Rolle im Bergwaldökosystem beiderseits der Grenze soll in den nächsten Jahren einen Forschungsschwerpunkt des Nationalparks Bayerischer Wald bilden. Hierzu werden in einer Testphase zunächst zwei Luchse mit einem satellitengestützten Senderhalsband versehen. Ist die Testphase erfolgreich, erhalten bis zu sechs Luchse und zehn Rehe einen Sender, um die Interaktion zwischen Jäger und Beute zu erforschen.

Wieder Wölfe in Bayern

Der Luchs ist inzwischen in Bayern, Sachsen, Thüringen, Tschechien und Österreich verbreitet. In Bayern ist er neben seiner "neuen Heimat" im Bayerischen Waldauch schon im Fichtelgebirge, im Frankenwald, im Altmühltal und in der Fränkischen Schweiz gesichtet worden. Nachdem laut bayerischem Umweltministerium inzwischen auch Wölfe das bayerisch-böhmische Grenzgebirge durchstreifen, soll nun eine Arbeitsgruppe "Große Beutegreifer" eingerichtet werden, um ein "akzeptiertes und langfristiges Miteinander von Mensch und Tier" zu erreichen.

 

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© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Luchs mit GPS-Halsband


 Mehr Informationen:

Luchsprojekt

 

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