Löwe nach Schädel-OP wohlauf
Mit einer weltweit erstmals durchgeführten
Operation haben israelische Veterinärmediziner einem Löwenmännchen
zu neuer Agilität verholfen.
(jkm) - Der Patient namens Samson litt an einer Schädeldeformation,
die sein Kleinhirn und Rückenmark einquetschte. Indem die
Verformung beseitigt wurde, verschwanden der Druck und damit auch
die neurologischen Symptome.

© Hebräische Universität
Jerusalem
Samson nach der Operation.
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"Die bisherigen Resultate sind besser, als wir hätten
erwarten können", erläutert Merav Shamir von der
Hebräischen Universität Jerusalem. Der Löwe sei
nach der Operation wieder in seinen Zoo gebracht worden und dort
mittlerweile vollständig genesen. "Unsere einzige Sorge
ist nun, ob die imposante Mähne nachwächst und auch
die letzten Spuren des Eingriffs verdeckt."
Shamir wurde auf den Löwen aufmerksam, als dieser Zeichen
einer Schädigung des Zentralnervensystems zeigte. "Samson
konnte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten und fiel nach
einigen Schritten, wenn er zu laufen versuchte", so die Spezialistin
für Veterinär-Neurochirurgie. Eine Computertomographie
bestätigte den Verdacht einer Verwachsung im hinteren Schädelabschnitt.
Auslöser sei ein Mangel an Vitamin A, wie er mitunter trotz
zusätzlichen Vitaminen und anderen Nahrungsergänzungen
bei der Haltung in Gefangenschaft auftrete, so Shamir weiter.
In allen früheren Fällen seien die Tiere schließlich
dem erhöhten Druck auf Kleinhirn und Rückenmark erlegen.
Samson habe dagegen schon am ersten Tag nach dem Eingriff deutlich
besser stehen und laufen können.
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