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- 22.03.2005 -

 

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Indien will Geier retten

Angesichts des dramatischen Geiersterbens im Land will die indische Regierung nun handeln.

(jkm) - Die indische Regierung hat beschlossen, die Anwendung eines Entzündungshemmers zur Behandlung von Vieh zu verbieten. Frühere Studien hatten den Wirkstoff Diclofenac mit dem dramatischen Geiersterben in Indien und benachbarten Staaten in Verbindung gebracht.

 


© Munir Virani/Peregrine Fund

Indische Geier (Gyps indicus)

 

Seit Beginn der 90er-Jahre wird auf dem indischen Subkontinent ein Rückgang mehrerer Geierarten beobachtet. So sind einige Bestände des Bengalengeiers (Gyps bengalensis) in nur zehn Jahren um 99 Prozent eingebrochen. Diese Entwicklung ist umso besorgniserregender, als die Tiere nicht nur von kultureller und religiöser Bedeutung sind, sondern auch eine wichtige hygienische Funktion ausüben.

Erst im letzten Jahr hatte eine internationale Forschergruppe entdeckt, dass der Wirkstoff Diclofenac für das Geiersterben verantwortlich zu sein scheint. In der Viehzucht weit verbreitet, geht die Substanz mit dem Fleisch toter Rinder auch auf die Geier über - und führt bei ihnen zu Nierenversagen und zur Anhäufung giftiger Harnsäure-Kristalle und damit letztlich zum Tod.

Auf einer Sitzung des National Board for Wildlife, der obersten Naturschutzbehörde Indiens, wurde nun vorgeschlagen, die Anwendung des Wirkstoffs für veterinärmedizinische Zwecke zu untersagen. Premierminister Manmohan Singh, der die Sitzung leitete, sprach sich ebenfalls für diese Maßnahme aus. Über einen Zeitraum von sechs Monaten sollen die indischen Viehbesitzer Diclofenac nun durch andere, für Geier weniger giftige Wirkstoffe wie Ketoprofen und Meloxicam ersetzen.

 

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 Mehr Informationen:

The Peregrine Fund: Asian Vulture Population Project

Vulture Rescue

Geier

 

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