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- 03.03.2005 -

 

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Das Herz einer Python

Nach einer Mahlzeit wächst das Herz der Tigerpython um bis zu 40 Prozent und ermöglicht so enorme Stoffwechselraten.

(jkm) - Ausdauersportler entwickeln mitunter ein besonders kräftiges Herz. Eine Art Extremsport absolvieren auch Pythons beim Verdauen eines Beutetiers, berichten amerikanische Biologen im Magazin "Nature". Binnen zwei Tagen wächst das Herz der Tiere um gut 40 Prozent und ermöglicht so enorme Stoffwechselraten.

 


© Dr. Bryan Rourke, Department of Biological Sciences, California State University Long Beach

Python: Nach einer Mahlzeit wächst das Herz um bis zu 40 Prozent.

 

Diese Vergrößerung habe bedeutende Folgen für den Sauerstofftransport, schreiben die Forscher um James Hicks von der University of California in Irvine. Zudem "könnte sie erklären, warum das Herzschlagvolumen von Pythons nach einer Mahlzeit 50 Prozent größer ist als bei nüchternen Tieren unter maximaler Belastung."

Hicks und seine Kollegen studierten Tigerpythons (Python molurus), die seit 28 Tagen keine Nahrung mehr erhalten bzw. vor zwei Tagen eine Ratte gefressen hatten. Die Masse der Beute entsprach dabei einem Viertel des Körpergewichts der Schlangen. Kurz nach der Mahlzeit war der Sauerstoffverbrauch der Tiere um fast 600 Prozent erhöht, zudem hatte ihre Herzkammer um 40 Prozent an Masse zugelegt. Vier Wochen nach der Mahlzeit waren die Werte wieder auf das Ausgangsniveau gefallen.

Der Zuwachs geht auf eine verstärkte Bildung von Muskelproteinen wie Myosin zurück, ermittelten die Biologen durch Messung von Protein-, RNA- und DNA-Gehalt des Gewebes. Offenbar werden die Herzmuskelzellen dabei lediglich "kräftiger", während ihre Zahl relativ konstant bleibt. "Da diese vollständig reversible Hypertrophie ein natürlicher Vorgang ist, könnte sie helfen, die Mechanismen des Herzwachstums auch bei anderen Tieren zu erforschen", schließen Hicks und seine Kollegen.

 

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 Mehr Informationen:

James Hicks, University of California

Schlangen

Tigerpython

 

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