Natur trotz Fortschritten weiter bedroht
Mehr als ein Drittel der in Deutschland
lebenden Säugetier- und Vogelarten sind in ihrem Bestand
gefährdet.
(vv) - Mehr als ein Drittel der in Deutschland beheimateten
Säugetier- und Vogelarten sind in ihrem Bestand gefährdet,
jede achte Säugetierart bereits ausgestoben oder verschollen.
Auch bei den Pflanzen ist bereits fast jede dritte Art gefährdet.
"Auch wenn wichtige Schritte eingeleitet wurden, so ist der
Zustand unserer Natur nach wie vor alarmierend", betonte
Hartmut Vogtmann, der Präsident des Bundesamtes für
Naturschutz. Vogtmann präsentierte gemeinsam mit Bundesumweltminister
Jürgen Trittin (Grüne) am Dienstag in Bonn die "Daten
zur Natur 2004". Der Datenband gibt einen umfassenden Überblick
zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Zudem informiert er
auch international über den Bestand und die Gefährdung
von Arten, Biotopen und Landschaften.
Ursachen für die Gefährdung seien der Verlust des Lebensraumes,
die Zerstörung von Standorten und die Intensivierung der
landwirtschaftlichen Nutzung. Als Erfolg wertet der Bericht die
nunmehr vollständige Meldung von Schutzgebieten für
das europäische Netz NATURA 2000 und die Ausweisung von 10
weiteren Schutzgebieten.
Auch auf internationaler Ebene bestehe nach wie vor hoher Handlungsbedarf
auf. So werde in dem Sonderkapitel zu "biologischer Vielfalt
und Klimawandel" deutlich, dass die globale Klimaveränderung
eine Ursache für den weltweiten Verlust von biologischer
Vielfalt sei. Gleichzeitig könne wiederum der Verlust an
biologischer Vielfalt auch den Klimawandel beschleunigen, beispielsweise
durch den Rückgang intakter Moore oder den Verlust an Primärwäldern.
Seite
drucken
|