Pilze für Skipisten
Bodenpilze können zur Sanierung von Skipisten
eingesetzt werden und sind wertvolle Partner für die ökologische
Erhaltung der Alpen.
(jkm) - Unter alpinen Rasenflächen schlummert ein ungeahntes
biologisches Potenzial, hat ein schweizerischer Botaniker entdeckt.
Auch in großen Höhenlagen findet sich demnach eine
große Vielfalt von Bodenpilzen, die zur Sanierung von Skipisten
und für den Erosionsschutz eingesetzt werden können.

© ArtToday
Bodenpilze könnten zur Sanierung von
Skipisten eingesetzt werden.
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Erste Feldversuche in St. Moritz und Davos seien erfolgreich
verlaufen, so der Schweizerische Nationalfonds in einer Mitteilung.
Mit Unterstützung ausgewählter Mykorrhiza-Pilze sei
die Pflanzendecke weit schneller zugewachsen als unter pilzfreien
Bedingungen. Damit stellten die Mikroorganismen wertvolle Partner
für die ökologische Erhaltung der Alpen dar.
Dabei stehen je nach Standort unterschiedliche Pilze zur Verfügung,
fand Fritz Oehl von der Universität Basel. Der Forscher entdeckte
in Bodenproben aus den Schweizer Alpen gut 60 der knapp 200 bekannten
Pilze, die mit Pflanzen eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM)
eingehen. In dieser Lebensgemeinschaft bilden die Pilze bäumchenförmige
Strukturen in den Wurzelzellen und beliefern diese mit Mineralien.
Im Gegenzug erhalten sie Kohlenhydrate, die bei der Photosynthese
in den oberirdischen Pflanzenteilen gebildet wurden.
Anders als bei der Pilzsuche im Herbstwald sind die Bodenpilze
nicht mit bloßem Auge identifizierbar. Vielmehr bedient
Oehl sich verschiedener Färbemethode, DNA-Analysen und vor
allem der unterschiedlich geformten Pilzsporen. Auf diese Weise
fand der Forscher gleich mehrere neue Arten und sogar eine neue
Gattung von Mykorrhiza-Pilzen. Die mikrobiellen Partner sind demnach
in Höhenlagen bis zu 3.000 Metern in großer Vielfalt
anzutreffen, deren Zusammensetzung mit Bodentyp und Höhenstufe
variiert.
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