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- 09.02.2005 -

 

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Invasive Arten: Folgen für den Naturschutz

Das Bundesamt für Naturschutz hat ein Positionspapier zu den Folgen der "biologischen Globalisierung" vorgelegt.

(vv) - "Nicht nur in Wirtschaft, Wissenschaft und Medien ist Globalisierung ein Thema, mit dem verstärkten globalen Austausch von Waren und Personen werden auch Pflanzen und Tiere über weite Strecken in neue Gebiete verbracht. Auch in Deutschland sind bisher einige tausend neue Tier- und Pflanzenarten durch den Einfluss des Menschen angekommen," erklärte Hartmut Vogtmann, der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), bei der Vorstellung des Positionspapiers am Mittwoch in Bonn.

Zwar habe es diesen Austausch auch in früheren Zeiten immer gegeben und einige der schon vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden eingewanderten "Neubürger" seien längst als Bereicherung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt oder wichtige Nutzpflanzen integriert, so Vogtmann. Doch verursachten bestimmten Arten dagegen wirtschaftliche Schäden oder gefährdeten die Gesundheit. Beispiele hierfür seien Parasiten in der Land- und Forstwirtschaft oder der Verbrennung verursachende Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Schließlich seien auch einige Arten ein Naturschutzproblem, weil sie andere Arten verdrängen oder ökosystemare Kreisläufe verändern würden (invasive Arten).

Das Gefahrenpotential gebietsfremder Arten wird in der Wissenschaft und der Gesellschaft oftmals unterschiedlich bewertet und kontrovers diskutiert, so das BfN. Fast alle Gesellschaftsbereiche trügen zur Einschleppung und Freisetzung bei: von Kanälen und Straßen als Wanderwege über den Anbau in der Land- und Forstwirtschaft bis zum Entkommen von Tieren oder der "Entsorgung" von Gartenabfällen in die freie Landschaft.

"Das BfN stellt mit dem jetzt vorgelegten Positionspapier zu gebietsfremden Arten die aktuelle Diskussion, Wissensstand und Regelungen dar und zeigt Handlungsmöglichkeiten und laufende Aktivitäten auf. Damit soll insbesondere zur Versachlichung der auch innerhalb des Naturschutzes oft kontrovers geführten Diskussion beigetragen werden," erklärte Vogtmann. Das Positionspapier zu gebietsfremden Arten kann beim BfN als Skript 128 unter der E-Mail-Adresse neobiota@bfn.de bezogen oder im Internet als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

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 Mehr Informationen:

BfN: Positionspapier zu gebietsfremden Arten (pdf)

DIE ZEIT: Neobiota: Neubürger Nandu

Neoflora

Einwanderungsland Deutschland

Angriff der Exoten

vista verde: Invasive Arten

 

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