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- 03.02.2005 -

 

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Marshall-Plan für Afrikas Wälder gefordert

Zwei Drittel der Kongo-Regenwälder könnten in 50 Jahren verschwunden sein, befürchten Umweltschützer.

(vv) - Wenn Rodungen, illegaler Holzeinschlag, Wildtierhandel und -schmuggel sowie der Handel mit Buschfleisch in gleichem Maße weiter betrieben würden wie bisher, werden nach Schätzungen des WWF zwei Drittel der Tropenwälder im zentralafrikanischen Kongobecken innerhalb der nächsten fünfzig Jahre verschwunden sein. Davor warnte die Umweltorganisation zum Auftakt eines zweitägigen Waldgipfels für die Kongoregion, der ab Freitag in Brazzaville in der Republik Kongo stattfindet. Zu dem Treffen wird auch der französische Präsident Jacques Chirac erwartet.

 


© WWF/Michel Gunther

Waldelefanten (Loxodonta africana) im Regenwald Dzanga-Sanghas im Süden der Zentralafrikanischen Republik

 

Marshall-Plan für die Kongo-Regenwälder

Die Regenwälder des Kongobeckens bilden nach der Amazonasregion das zweitgrößte Tropenwaldgebiet der Erde. Sie sind die Heimat von mehr als der Hälfte aller afrikanischen Tierarten, darunter die seltenen Waldelefanten und Flachlandgorillas. Schätzungsweise zwanzig Millionen Menschen sind für ihren Lebensunterhalt auf diese Wälder angewiesen.

"Wenn es keinen Marshall-Plan für die Kongo-Regenwälder gibt, werden wir das artenreichste Ökosystem Afrikas verlieren", sagte WWF-Waldexperte Michael Evers. Der WWF appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, die Länder der Kongoregion bei der Finanzierung ihrer Schutzprogramme durch Treuhandfonds zu unterstützen. Dazu sollten die Regierungen mit dem Privatsektor kooperieren.

Schmuggel von Wildtieren und illegal geschlagenem Holz

Der Waldgipfel ist eine Neuauflage des "Yaoundé-Gipfels" von 1999. Damals einigten sich die Staatschefs der Kongoregion auf wichtige Schutzprogramme für ihre Wälder: Seither wurden mehrere Millionen Hektar Wald zu Schutzgebieten erklärt und grenzüberschreitende Maßnahmen zur Erhaltung bedrohter Tierarten durchgeführt.

Der Yaoundé-Gipfel sei zwar ein "historischer Wendepunkt für die Kongo-Regenwälder" gewesen, doch nun müssten in einem zweiten Schritt weitergehende Taten folgen. Der WWF forderte unter anderem schärfere Grenzkontrollen, um den Schmuggel von Wildtieren und illegal geschlagenem Holz zu verhindern.

 

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 Mehr Informationen:

WWF: Regenwald in Dzanga-Sangha

 

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