vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   N a t u r  &  A r t e n s c h u t z


- 31.01.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Viktoriasee ist "Bedrohter See des Jahres"

Der Viktoriasee, Afrikas größter Süßwassersee, ist der "Bedrohte See des Jahres 2005".

(vv) - Der ostafrikanische Viktoriasee ist der "Bedrohte See des Jahres 2005", teilt die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) zum Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar mit. Mit der Ernennung will die Stiftung auf den dramatischen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation und die wachsende Verarmung, der am See lebenden Bevölkerung aufmerksam machen. Der Viktoriasee im afrikanischen Länderdreieck Kenia, Tansania und Uganda ist mit einer Fläche von 68.800 km² Afrikas größter See.

Gefahr drohe dem See zum einen durch Überfischung.Wegen der schlechten Wirtschaftslage in den Anrainerstaaten sei die Zahl der Fischer dramatisch angewachsen. Etwa 200 Fischarten, die im Viktoriasee lebten, seien vom Aussterben bedroht. Hierzu habe auch der in den 1960er Jahren eingeführte Nil- oder Viktoriabarsch beigetragen, der als Raubfisch zahlreiche andere Arten fast vollständig ausgerottet habe.

Aufgrund der starken Nachfrage nach Viktoriabarsch in Europa, Asien und Nordamerika habe er zwar zur wirtschaftlichen Verbesserung des Landes beigetragen, aber nun gehe selbst der Bestand des bis zu 70 kg schweren Speisefischs rapide zurück. Nur eine nachhaltig ausgerichtete Fischerei und die Stärkung traditioneller Fischarten könne den Viktoriasee davor bewahren, seinen Fischreichtum völlig einzubüßen, so der GFN.

Zudem werde der See durch Abwässer und Abfälle der wachsenden Siedlungen und der Industrie verschmutzt. Weite Uferbereiche am Viktoriasee seien mittlerweile wegen des steigenden Bedarfs nach Brennmaterial und Ackerland zerstört. Lebensräume für viele Tiere, wie die vom Sumpfpapyrus lebenden seltenen Flusspferde, seien dadurch vernichtet worden.

Um diese Entwicklungen aufzuhalten, unterstütze der GNF die einheimischen Fischer durch Aufzeigen von Alternativen mittels Solarenergie und der Nutzung von energieeffizienten Fischräucheröfen. Zudem soll die verbliebene Ufervegetation durch die Einrichtung von Schutzgebieten erhalten werden.

 

 Seite druckenSeite drucken

 Mehr Informationen:

Der Viktoriasee

 

 Lesen Sie auch:

WWF-Report: Feuchtgebiete haben hohe wirtschaftliche Bedeutung

Invasive Arten: Käfer besiegen Hyazinthen-Pest

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung