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- 28.01.2005 -

 

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Wiederaufbau auf Sumatra bedroht Regenwälder

Der Wiederaufbau nach dem Tsunami könnte zum Kahlschlag der Regenwälder Indonesiens führen. Der WWF ruft deshalb zu "Bauholzspenden" auf.

(vv) - Für den Wiederaufbau in der Provinz Aceh auf Sumatra werde in den nächsten fünf Jahren bis zu acht Millionen Kubikmeter Holz benötigt. Zu diesem Ergebnis kommen das Forschungsinstitut Greennomics und die Umweltorganisation WWF in einem am Donnerstag vorgestellten Report. Würde der gesamte Bedarf aus den inländischen Wäldern gedeckt, dürfte dies das Ende großer Teile des Regenwaldes bedeuten. Deshalb müsse darüber nachgedacht werden, den Bedarf an Baumaterial aus ausländischen Quellen zu decken, ohne den indonesischen Haushalt zusätzlich zu belasten, so der WWF.

Der WWF fordert die Geberländer wie Deutschland, Japan und die USA auf, einen Teil ihrer zugesagten Hilfen in Form von Holzlieferungen zu erfüllen. Dem jetzt vorliegenden Report zufolge könnte aus den genannten Ländern etwa eine Million Kubikmeter pro Jahr geliefert werden.

"Wir müssen verhindern, dass auf den Tsunami der Kahlschlag folgt", betont Nina Griesshammer, Waldreferentin beim WWF Deutschland. Natürlich könne man den Menschen nicht verbieten, ihre Wälder zu nutzen, aber man müsse nach kreativen Lösungen suchen, um einen möglichst umweltverträglichen, langfristig nachhaltigen Wiederaufbau hinzubekommen. Raubbau an den Wäldern führe nicht nur zu einem Verlust an Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen sondern steigere zugleich das Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen.

Schon bevor der Tsunami zuschlug, habe der enorme Holzhunger in Aceh die Kapazitäten der dortigen Wälder überstiegen, teilte der WWF mit. Ein Großteil der Bäume würde illegal gefällt. Der indonesische Regenwald gehöre deshalb zu den am stärksten bedrohten Wäldern der Welt. Rund 70 Prozent des Holzes stamme aus illegalen Quellen.

Um zu verhindern, dass eine Katastrophe gelindert werde, in dem man eine neue anrichte, müsse daher sichergestellt werden, dass nur Holz aus nachhaltiger Nutzung verwendet werde, betonte der WWF. Es sei entscheidend, nach den unmittelbaren Nothilfemaßnahmen auf einen nachhaltigen Wiederaufbau im Einklang mit der Natur zu setzen.

 

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© Forest Watch Indonesia

Abholzungen auf der indonesischen Insel Sumatra.

 

 Mehr Informationen:

Umweltstiftung WWF

 

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